Klappe, die letzte

Es geht nach LA. Flug mit United war ganz angenehm und neben uns saß ein total netter junger Mann, mit dem wir den halben Flug über geplaudert haben. Das finden wir immer sehr nett, wie leicht man mit allen ins Gespräch kommt. LA an sich gefällt uns auch beim zweiten Besuch kein Bisschen! Dreck, Smog, Obdachlose so weit das Auge reicht. Unsere Unterkunft ist in einem Haus mit einem älteren schwulen Paar, die allen Ernstes jeden Tag um 3:30 Uhr aufstehen... "Da ist es noch angenehm kühl und ruhig und wir können meditieren"! Naja, am ersten Tag haben wir Tickets für die Aufzeichnung der Serie Mike & Molly als Publikumsgäste. Wir verbinden den Ausflug nach Burbank mit einer Warner Brothers Studio Tour. Selbige fanden wir aber leider öde und überteuert. Die Kulissen sind aus irgendwelchen Filmen, die ca. 40 Jahre vor unserer Geburt gedreht wurden bzw. erkennt man kaum etwas aus den Szenen, von denen da erzählt wird. Das einzig tolle waren Teile des Sets der Serie Friends und das Studio von Two and a half men. Die Dreharbeiten von Mike & Molly dagegen waren ziemlich witzig. Melissa McCarthy spielt die Hauptrolle und wir haben viel gelacht. Das Publikum sitzt da aber auch mal eben 4 Stunden im Studio. Mit Wasser, Pizza und einem Alleinunterhalter wird man davon ganz gut abgelenkt, wir bekommen eine Tasche der Serie und Auogramme der Stars. Das ist schon aufregend, vor einer richtigen Hollywoodgrösse zu stehen. Schade, dass man nicht fotografieren darf. Am Tag darauf brechen wir ins Outlet-Center auf. Wir wissen noch von 2012, dass man dort das eine oder andere Schnäppchen schlagen kann. So bekommt man auch ganz locker einen Tag rum. Shoppen hat uns etwas gefehlt und über die Zeit musste einiges an Klamotten entsorgt werden. Abends fahren wir noch auf den Hügel zum Hollywood-Sign und Griffith Observatory und schauen uns den Sonnenuntergang an. Dazu gibt es kostenlose Sternbeobachtung und so können wir durch ein riesiges Teleskop (natürlich Carl Zeiss Jena) den Saturn mit 2 Ringen sehen. Der Hobby-Astronom, der die Touren führt, ist selbst ganz aus dem Häuschen ob dieser Entdeckung (das sieht man wohl nicht jede Nacht). Der Blick auf die unzähligen Lichter der Stadt ist dann doch recht beeindruckend. Am letzten Tag in LA fahren wir zum Venice Beach...nur Verrückte dort. Marihuana ist schließlich als Medizin legal in Kalifornien. Und Medizin benötigen hier einige! Wir schauen uns die Venice Canals an, ein hübsch angelegtes Wohnviertel sowie Drehort aus einigen Filmen und genießen die Atmosphäre. Dann brechen wir auf um die Nationalparks zu erobern. Zuerst nehmen wir Kurs auf den Yosemite NP und dort gibt es einiges zu sehen. Wir benötigen einen ganzen Tag, um alles zu sehen; und haben dabei gerade einmal einen Bruchteil der möglichen Wanderungen gemacht. Das Yosemite Valley beeindruckt uns sehr, der Blick vom Glacier Point haut uns dann aber richtig um, hunderte Meter geht es in die Tiefe und majestätisch erheben sich die Berge über das Tal. Zum Sonnenuntergang hat man uns eine Stelle empfohlen und wir rennen quasi noch zu einem anderen Aussichtspunkt, damit wir alles gesehen haben. Oben auf dem Sentinel Dome ist es zum Sonnenuntergang dann tatsächlich eine besondere Stimmung. Auf dem Weg dorthin sehen wir niedliche Eichhörnchen und Streifenhörnchen und hoffen, dass uns die Begegnung mit einem Bären erspart bleibt. Auf dem Rückweg haben wir also aus vollen Hälsen gesungen, um die Bären von uns fern zu halten....mit Erfolg! Danach geht es weiter zum Death Valley Nationalpark. Im "Tal des Todes" haben wir unfassbare 40 Grad im Schatten und wollen das klimatisierte Auto gar nicht verlassen. Der Ausblick von einem höher gelegenen Aussichtpunt bringt nicht gerade nackte Begeisterung - auf dem Weg nach unten begegnen wir noch einer Vogelspinne, die gemütlich vor uns die Straße überquert! Fassungslosigkeit im Auto! Unten am Badwater Basin sehen wir am nächsten Morgen Dreharbeiten! Biene meint: "Guck mal, der Dicke da sieht aus wie Gerard Depardieux" und liegt sogar richtig. Der steht da in der Sonne und schwitzt wie verrückt. Wir laufen gefühlte 30 Meter und müssen wegen der drückenden Hitze umgehend ins kühle Auto zurück. Der Zion Nationalpark erwartet uns als nächstes. Dort gab es am ersten Tag schwere Unwetter und Springfluten. Wir warten also ab und gehen erst am nächsten Tag los. Wir wandern zu einem Punkt, den man Angels Landing nennt. Die letzten 800 Meter klettert man ungesichert an einem Handlauf-Seil auf einem wenige Meter breiten, steilen Weg; daneben geht es hunderte Meter in die Tiefe...wir ersparen uns das mal! Zu gefährlich und zu voll. Wir beobachten die waghalsigen Manöver aus sicherer Entfernung. Erst im Sommer ist dort eine Frau in die Tiefe gestürzt. Am Abend erfahren wir noch, dass in der Springflut am vorherigen Tag ein junger Mann ertrunken ist und unweit der Stelle, an der wir am Flussufer lang gewandert sind, gefunden wurde. Gruselig! Wir hätten die Leiche also auch irgendwo sehen können. Bleibt noch der Bryce Canyon, da sind wir noch einmal ziemlich beeindruckt und wandern unter "Thors Hammer" durch das Valley. Dann fahren wir noch zum Lake Powell und besuchen die Horseshoe Bend des Colorado River und gehen noch zwei Nachmittage im See baden. Dort erfahren wir leider auch, dass unser AirBnB Gastgeber für New York unseren Aufenthalt storniert hat. Wir müssen also was neues finden! In der Hauptsaison!! Für eine Woche später!!! Wir sind so richtig angefressen! Unser Budget sieht keine Extra-Ausgaben mehr vor! Wir fragen ca. 25 Unterkünfte an, da Hotels preislich nicht in Frage kommen. Zwei Zusagen erhalten wir schließlich und wohnen jetzt in Brooklyn. Dann fahren wir zurück nach LA. Wir haben gelesen, dass Lorde (eine 17jährige Sängerin aus Neuseeland, deren Musik uns das ganze Jahr begleitet hat) ein Open Air Konzert gibt und beschließen, zum Ort des Geschehens zu fahren und zu sehen ob wir vom Park nebendran was hören können. Ich (Dani) beschließe, mal an der Kasse nach Resttickets zu fragen, obwohl die Show eigentlich ausverkauft ist. Tatsächlich ergattere ich 2 Tickets und wir genießen einen schönen Abend Open Air bei 28 Grad unterm Vollmond zwischen lauter Teenies mit schwarzem Lippenstift. Am nächsten Tag verbringen wir Bienes Geburtstag fast ausschließlich auf dem Gelände der Warner Brothers Studios. Wir sind extra noch einmal nach LA gekommen, um bei den Dreharbeiten von 2 broke girls dabei zu sein. Nachdem wir schon einige Stunden auf den Einlass warten, gehen die Dreharbeiten dieses Mal geschlagene 6h und wir sind danach ziemlich fertig. Dafür lachen wir sehr viel, sehen, wie viel Spaß die Darsteller selbst haben und es ist ein wunderbares Erlebnis, ein kleiner Teil einer unserer Lieblingsserien zu sein. Leider müssen wir nachts noch nach Las Vegas, weil wir unser Hotel nicht mehr umbuchen konnten. Als erstes stehen wir um Mitternacht in LA im Stau - der Verkehr ist einfach eine Katastrophe! Am Ende sind wir gegen 5 Uhr morgens im Bett. Den Abend darauf verbringen wir auf dem Las Vegas Boulevard, der einfach immer wieder toll ist! Die Lichter, die Wasserspiele am Bellagio... Wir versuchen unser Glück an einigen Automaten, irgendwie fehlt uns aber insbesondere fürs Roulette heute das Gefühl, also geben wir bald auf. Am nächsten Abend geht es dann nach New York...der finalen Station unserer Reise! Am ersten Tag finden wir Brooklyn noch etwas gewöhnungsbedürftig, es gibt viele junge, hippe Leute, aber eben auch noch einige alte Mieter, die immer mehr verdrängt werden. Zum Glück ist einer unserer Mitbewohner, Alexis aus Frankreich, auch neu in der Stadt. Mit ihm erkunden wir die Stadt und ziehen abends um die Häuser. Für uns vor allem schön, dass wir immer eine männliche Begleitung haben. New York ist zwar auch laut und schmutzig, dafür hat die Stadt im Gegensatz zu LA aber unglaublich viel zu bieten! Unser Tagesprogramm ist immer straff und wir sehen in einer Woche bei weitem nicht alles! Wir spazieren durch Manhattan, gehen aufs Empire State Buildung und sehen einem atemberaubenden Mondaufgang direkt hinterm Chrysler Building. Wir genießen die Atmosphäre im angesagten Stadtteil Williamsburg und bestaunen den Sonnenuntergang auf der Brooklyn Bridge. Wir erkunden bei bestem Wetter den Central Park und fahren ans Meer nach Coney Island. Tags drauf gehen wir aufs Rockefeller Centre und abends zu einem Basketballspiel der New York Knicks. Vor uns sitzt eine Familie mit 3 Kindern, alle von oben bis unten Fanbekleidung gehüllt, die die ganze Zeit total mitfiebern. Sehr unterhaltsam. Natürlich schauen wir uns auch die Freiheitsstatue an, jedoch nur aus der Ferne von der kostenlosen Staten Island Ferry. Am World Trade Centre Denkmal bekommen wir Gänsehaut, es ist unglaublich, dass diese Türme hier einst standen und auch einstürzten. Auf den Seitenrändern des Monuments stehen die Namen aller beim Anschlag verstorbenen Personen und wir müssen unsere Freunde die Asiaten dabei beobachten, wie sie sich auf diese Mauern mit den Namen legen, damit sie ein schönes Selfie von sich machen können. Einfach unglaublich diese Menschen, wir nennen sie mittlerweile nur noch "Crasians" (crazy asians). Am letzten Abend gehen wir mit unserem Gastgeber noch sehr lecker beim Italiener essen und lassen uns noch ein paar Geschichten von richtigen New Yorkern erzählen, so z.B. dass sie die Wohnung zum November gekündigt haben, der Vermieter wollte die Miete wegen der Nachfrage in Bushwick um 300 Dollar IM MONAT anheben! Für die 80 qm Wohnung, in der Schallisolierung ein absolutes Fremdwort ist und der Bus morgens quasi durchs Zimmer rollt, haben sie bisher auch so stolze 3.000 Dollar bezahlt!!! Zurück im Apartment klettern wir noch aufs Dach unseres Hauses, von dem man Manhattan sehen kann und genießen die lauen Temperaturen auf der Terrasse. Ein gelungener Abschluss. Am Abreisetag geht unser Flieger erst 20.30 Uhr und so verbringen wir den Vormittag noch in unserem Viertel und fahren zur High Line, einer stillgelegten Bahnlinie, die nun als Parkanlage dient - ein traumhaft schöner Ort, der einen aus dem Gewusel der Stadt entführt. Und dann ist es tatsächlich vorbei, ein unbeschreibliches Jahr voller Abenteuer, unzähliger Eindrücke, sehr viel Sonne und Meer geht zu Ende. Wir freuen uns auf zu Hause, sind aber auch sehr traurig, dass wir dem Alltag nicht noch länger entfliehen können. Wir werden dieses Jahr wohl nie vergessen und freuen uns, dass ihr auf diesem Weg immer auch ein Bisschen dabei sein konntet! Vielen Dank für die Aufmerksamkeit

5 Kommentare 30.10.14 22:48, kommentieren

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Maul und Big Island Hawaii

Dann geht es weiter auf Insel Nummer drei, Maui. Kurzfristig haben wir doch noch einen Mietwagen gebucht, da uns die Erfahrung aus Oahu noch gegenwärtig ist und bei den Temperaturen auch kurze Fußwege zum Supermarkt sehr anstrengend werden können. Wir buchen die kleinste Fahrzeugkategorie und erhalten bei Ankunft ein kostenloses Upgrade, da sie tatsächlich nur einen Wagen in unserer Kategorie haben und der ist schon weg! Uns wird ein schnittiges Cabrio angeboten und während Biene ob unseres Gepäcks zweifelt, strahlt Dani in Erinnerung an ihren Peugeot bis über beide Ohren! Das Cabrio heißt dann für uns, die Koffer jeweils bei geöffnetem Dach auf den Rücksitz zu laden und entladen...! Offen fahren kann man leider nur morgens uns abends. Die Sonne ist sonst unerbittlich. Maui gefällt uns nicht so sehr. Die Strände sind weniger paradiesisch und ziemlich gefährlich. Zum einen wegen der starken Strömung und zum anderen gab es hier in der Vergangenheit die meisten Haiangriffe! Wir sind also sehr verhalten im Bezug auf Badespaß. Unser schmuckes Gefährt führen wir direkt aus, einmal um uns das sehr hübsche Städtchen Lahaina anzusehen und dann um die Road to Hana zu fahren. 50 Meilen, unendlich viele einspurige Brücken und Kurven. So recht beeindruckt und das ganze nicht, viele Aussichtspunkte sind viel zu zugewachsen um etwas zu sehen. Gut gefallen uns ein paar kleiner Buchten und der "painted Eukalyptus", sonst finden wir die Strecke anstrengend und viel zu voll. Ein paar Tage später gönnen wir uns einen Ausflug, Schnorcheln im Molokini-Krater. Der ist liegt schon fast unter Wasser, die Korallen und Fische werden aber so geschützt, dass es Massen davon gibt. Zudem ist das Wasser glasklar und ruhig. Besonders beeindruckend: nachdem wir im flachen Kraterinneren geschnorchelt sind, schwimmen wir über die Kante zur Außenseite. Plötzlich geht es unter einem also sehr steil in die Tiefe und trotzdem sind überall hunderte Fische. Auf dem Rückweg vom Krater halten wir noch an einem versunkene Kleinboot und an der Schildkrötenreinigungsstation. Hier kommen die Schildkröten hin, um ihren Panzer von einer Reihe Fische putzen zu lassen. Total lustig. Dann bleibt noch der Vulkanausflug. Am besten soll der Sonnenaufgang dort sein, aber die Aussicht auf Aufstehen um 2:00 Uhr morgens gefällt uns nicht so gut. Wir versuchen, den Tag und die Sonne auszutricksen und fahren stattdessen nachmittags hoch (3500m), um den Sonnenuntergang und Abends Sterne zu sehen...Aber so einfach kommen wir nicht davon! Der Vulkan steckt in einer fetten Wolkenschicht. Wir wandern, wie von unserer Freundin Estelle empfohlen, ein Stück des Sliding Sands Trails in den Krater. Vor lauter Nebel und Wolken können wir kaum 20 Meter gucken, nach 2,5 Kilometern brechen wir ab und wandern im Sprühregen zurück...ein Fest! Wir beschließen, es doch nochmal morgens zu versuchen. Zwei Tage später stehen wir 4:00 Uhr morgens am Krater und sehen die Milchstraße und Millionen von Sternen am wolkenlosen Himmel. Wahnsinn! Um 5 Uhr fängt es dann ganz langsam an hell zu werden. Wir haben alles an, was wir noch an dickeren Klamotten besitzen, aber bei nur 3-5 Grad ist uns echt kalt! 6:03 Uhr dann Sonnenaufgang und eine spektakuläre Sicht auf den Vulkan und in den Krater. Etwas von uns entfernt beginnt jemand zu singen, als die Sonne aufgeht, eine tolle Stimmung. Gegen 7 Uhr starten wir dann nochmal die Wanderung und sind erstaunt, was es zu sehen gibt, wenn kein Nebel da ist. Es hat sich also gelohnt, so früh aufzustehen. Man bietet auch Touren an, bei denen man zum Sonnenaufgang hochgefahren wird und dann mit dem Fahrrad wieder runterfährt...wir fahren dann doch lieber im Cabrio. Am nächsten Tag geht's dann auf die 4. Insel - Hawaii oder von den meisten Big Island genannt. Hier dreht sich vieles um Vulkane, weil die hier noch sehr aktiv sind und ein Krater seit 1983 ununterbrochen Lava ausspuckt. Unsere 1. Unterkunft ist im Südosten der Insel, eine sehr alternative Gegend mit Stränden, an denen wir Menschen nackt beim Yoga beobachten dürfen... oder müssen. Wir genießen eine wunderschöne Unterkunft - ein Häuschen mit einem halb offenen, nur mit Fliegengittern versehenen Bereich mit einen Day Bed, auf dem man den Blick auf den tropischen Garten und das Meer in einer leichten Brise genießen kann. Großartig. Wir sehen an vielen Stellen, dass der Sturm vor 2 Wochen doch einigen Schaden angerichtet hat, es werden noch Leitungen wiederhergestellt, Häuser repariert und viele Bäume sind umgeknickt. Hier machen wir einen Ausflug zu einen erkalteten Lavastrom; die Mondlandschaft ist sehr beeindruckend und unwirklich. Wir lernen Gary kennen, dessen Haus vor 4 Jahren von der Lava zerstört wurde und er erzählt uns, dass die Grundstücke seit einem Jahr wieder verkauft wurden. Neben ihm haben rund 30 Menschen ihre Häuser hier errichtet, was wir nur schlecht nachvollziehen können. Die Grundstücke sind natürlich billig, aber so richtig wohnlich ist es nicht&man bekommt keine Versicherung fürs Haus. Gary hat seins so gebaut, dass er es im Notfall als Ganzes an einen anderen Ort bringen könnte. Leider ist es zur Zeit nur schwer möglich, live Lava zu sehen. Seit 1 Jahr fließt sie nicht mehr ins Meer und so blieben 15h Wanderung durch knietiefen Schlamm oder Helikopterrundflug. Beides kommt nicht in Frage für uns, also machen wir das beim nächsten Mal in Hawaii. Einen Tag gehen wir mal wieder Schnorcheln, dieses Mal in Lavafelsformationen, die bei Flut tief genug sind und viele Fische enthalten. Wie immer sind wir schwer beeindruckt. Dann ziehen wir um in die Nähe des Volcano Nationalparks und erkunden diesen an mehreren Tagen. Für die letzten Tage ziehen wir nach Kailua-Kona an der Westküste der Insel. Hier verabschieden wir uns gebührend vom Inselleben mit traumhaften Stränden und einem absoluten Highlight am letzten Abend: Nachtschnorcheln mit Mantarochen. An einem Surfbrett wurden riesige Lampen befestigt. Das Licht lockt den Plankton an, das Futter der Mantas und die kommen dann hinterher. Wir haben reichlich Respekt, zum einen weil die Mantas wohl sehr nah kommen und dunkles Wasser erst mal angsteinflößend ist. Wir sind auf unserem Boot nur zu viert, in der Bucht ankern aber bestimmt 10 Boote. Wir springen ins Wasser und werden von Keira mit unserem Floater zur Action gezogen. Und die Action kann man kaum in Worte fassen. Die Mantas kommen auf wenige cm an uns heran und machen beim ins Licht schwimmen einen Überschlag, sodass man einmal ganz tief in das riesige Maul schauen und die helle Unterseite der Tiere sehen kann. Die großen Rochen sind knappe 5m groß. Es ist überhaupt nicht gruselig, weil man mit dem Licht bis zum Boden sehen kann und die anderen Gruppen sowie die Taucher am Boden alles erhellen. Ein unbeschreibliches Erlebnis zum Abschluss unserer Hawaii-Zeit. Und nun bricht er tatsächlich an... unser letzter Monat. Wir können nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist!

20.9.14 18:43, kommentieren

Hawaii- Oahu und Kauai

Hawaii Teil 1 - Oahu und Kauai Nach zwei Wochen auf Fiji freuen wir uns nun auf zivilisiertere Inseln mit Supermärkten, die mehr als 2 Brot-, Obst-, und Gemüsesorten im Angebot haben. Wir landen um 2 Uhr morgens in Honolulu und unser Shuttle bringt uns zu unsere Unterkunft, wir wohnen für 5 Nächte bei Alan in der Nähe vom Waikiki Beach. Den 1. Tag nutzen wir, um die Gegend ein wenig zu Fuß zu erkunden und einzukaufen. Hawaii ist was Lebensmittel betrifft zwar gut aufgestellt, aber bis zu 66% teurer als das Festland...wir sind es ja mittlerweile gewohnt! Die riesigen Hotelkomplexe stören das Stadtbild etwas und beherbergen wahnsinnig viele Asiaten. Selbige gehen uns wieder gehörig auf die Nerven, da wir immer versuchen, einen Platz am Strand, im Park oder wo auch immer zu finden, der etwas Privatsphäre bietet und die sich dann echt in 1 Meter Abstand zu uns hinlegen oder hinsetzen. Kein Feingefühl! Und über Tischmanieren wollen wir gar nicht erst sprechen. Unser Hausstrand ist der Fort de Russy Beachpark. Total schön da, es gibt ein paar Schattenplätze und tolles, sehr warmes Wasser! Wegen der Temperaturen (jeden Tag über 30 Grad) sind wir ohnehin alle 20 Minuten im Wasser. Die Hitze macht uns immer wieder zu schaffen, alle Aktivitäten mit Bewegung außerhalb des Wassers müssen am Morgen stattfinden. Als wir den 1. Tag am Strand sind und die Aussicht aufs Wasser genießen, taucht 5m vom Strand und 2m neben 2 Personen im Wasser eine Schildkröte auf! Hier erkennt man schnell, wer Tourist ist - Während die Einheimischen ganz unbeeindruckt sind, enttarnt sich der Touri durch umgehenden Griff zur Kamera. Wir sind ganz angetan, mindestens 3 Schildkröten schwimmen in unserem Strandabschnitt, jede davon ist mindestens 1 Meter groß. An fast jedem Strand sehen wir ab jetzt Schildkröten - toll! Da wir keinen Mietwagen für die 5 Tage hier buchen und uns erstmal wieder an Rechtsverkehr gewöhnen wollen, müssen wir Bus fahren und das ist echt kompliziert. Die meisten Städte/Inseln haben ein gutes, leicht verständliches Verkehrsnetz. Oder es gibt zumindest eine App, die dir genau sagt wie du von A nach B kommst und was dich das kostet. Auf Oahu gibt es so etwas nicht und die Internetseite ist uns Null Hilfe. Wenn man sich nicht 100%ig auskennt, ist man aufgeschmissen. So wollen wir an einem Tag zur Nordküste fahren. Wir fahren zu einer großen Transferstation und bemerken erst dort, dass diese aus ca. 10 Haltestellen an unterschiedlichen Stellen besteht. Wir haben 10 Minuten zum umsteigen, finden aber die Haltestelle nicht rechtzeitig und müssen 1/2 Stunde auf den nächsten Bus warten! Abnerv! Mit dem nächsten fahren wir dann insgesamt 2 Stunden an die Nordküste (wir stehen zusätzlich im Stau) und sehen unseren Anschlussbus gerade wegfahren. An dieser Stelle entscheiden wir uns einfach im Bus sitzen zu bleiben und zurück zu fahren... Wir haben die Nase voll und holen uns erstmal ein leckeres Eclair, werfen uns an den erstbesten Strand und genießen den Rest des Tages! Waikiki Beach gefällt uns nicht. Riesige Hotelanlagen mit eigenen Stränden, aber gefühlt nur 5 cm für jeden Gast! Aber es gibt einige Shoppingcenter, wir finden einen H&M und kaufen ein paar neue flattrige Shirts für die Hitze hier. Im ABC Store (Tante Emma Laden) kann man Waschpulver für eine Ladung Wäsche kaufen...wie praktisch für unser Gepäck. Die Apartments bieten immer auch gleich eine Strandausrüstung mit an. So haben wir fast überall Sonnenschirme, Bodyboards, Schwimmreifen, Strandhandtücher, Sonnencreme und Kühltaschen. Genial! Wir schaffen es dann doch noch, mit dem Bus mal ans Ziel zu kommen und besuchen Lanikai und Kailua Beach. Auch hier paradiesisch türkises Wasser, aber mit Asiaten überladene Strände. Nach 5 Tagen geht es dann weiter nach Kauai. Am Flughafen heißt es Do-It-Yourself: Am Automaten wird eingecheckt, das Gepäck selbst gewogen und die Gepäckaufkleber angebracht. Dann gibt man selbiges nur noch ab und geht zur Sicherheitskontrolle. Zum Glück sind wir ja jetzt erstmal nur national unterwegs und somit schnell durch alle Kontrollen. In Kauai haben wir einen Mietwagen und zwei Apartments gebucht, eins im Süden zum baden und eins im Norden für Wanderungen... und baden! Hier gefällt es uns total gut, nicht umsonst nennt man die Insel "Garteninsel". Frangipani, Hibiskus, Strelizie so weit das Auge reicht! Die Strände sind toll! Wir sehen Mönchsrobben und Schildkröten ganz nah. Leider müssen wir auch mit ansehen, wie Leute die Schildkröten anfassen - eigentlich ist das hier strafbar, interessiert manche Menschen aber einfach nicht. An einem Abend in Poipu kommen plötzlich ganz viele Menschen an den Strand. Alle haben Surfbretter dabei und eine Frau ein Kayak. Die Frau spricht kurz und wir hören raus, dass es sich offenbar um eine Beerdigungszeremonie handelt. Nachdem die Frau gesprochen hat, gehen alle ins Wasser und bilden einen Kreis. Dann werden Blüten in die Luft geworfen, Wasser verspritzt und gejubelt. So traurig alle zu sein scheinen, hat die Zeremonie dank der Farben doch etwas sehr positives. Danach gibt es noch Barbecue am Strand. Wir sind ganz ergriffen. Wir fahren zum Waimea Canyon, dem Grand Canyon von Hawaii, und schauen uns die atemberaubende Natur der NaPali-Küste vom Kalalau Valley Lookout an. Es gibt auch Bootstouren zur NaPali-Küste, aber das ist nicht mehr im Ausflugsbudget. Umsonst gibt es nur die altmodische Variante... Zu Fuß. Von Norden aus machen wir also eine 9 Kilometer-Wanderung an der Na Pali Küste entlang über Stock und Stein, durch Dschungel, jede Menge Matsch und Flüsse. Um 8 Uhr MORGENS parken wir unser Auto ab und stapfen los. Super Ausblicke entlohnen uns für die Strapazen bei 32 Grad! Danach fahren wir zur Belohnung an einen tollen Strand in der Nähe (Tunnels Beach) und entdecken wieder Schildkröten, diesmal ganz viele, zwischen 8 und 10 Stück befinden sich mit uns im knietiefen Wasser. Wenn die Flut kommt, reißt das Wasser das Seegras von den Korallen und Felsen, dann warten die Schildkröten ein Stück dahinter quasi nur noch auf die leckeren vorbeifliegenden Fetzen. Wir beobachten den Spaß, kommen am nächsten Tag nochmal mit GoPro und machen Foto- und Videoaufnahmen davon. Zum Abschluss des perfekten Inselaufenthalts werden wir nochmal mit einem tollen Sonnenuntergang belohnt und sind traurig, dass wir Kauai verlassen müssen. Zum Glück haben wir noch Maui und Big Island vor uns und müssen Hawaii noch nicht ganz verlassen.

1 Kommentar 10.9.14 06:44, kommentieren

Fiji

Nach einer Nacht im Flughafenhotel erwarten uns am nächsten Morgen 28 Grad und wir fahren mit dem Bus zu unserem Boot, um auf die Yasawa Inseln zu kommen. Das Resort, welches wir nach 1,5 Stunden Bootsfahrt erreichen, ist paradisisch! Es befindet sich auf einer Privatinsel und hat 38 Bungalows. Wir werden direkt mal upgegradet in eine Gartenvilla mit Badezimmer im Freien. Unglaublich toll! Wir haben Vollverpflegung-anders geht es ja auch nicht auf der abgelegenen Insel und das Essen ist der Hammer. Abends 5 Gänge, die unsere budgetgeschädigte Gaumen wieder mit bestem Essen verwöhnen. Wir kayaken, probieren Stand-Up-Paddeln (Dani fällt dabei auch nur 2mal ins Wasser), gehen schnorcheln, treffen Nemo und seine Familie in der Anemone und buchen den Manta Ray Schnorchel Ausflug. Ein absolutes Highlight. Auch diesmal werden wir nicht enttäuscht und sehen zwei Mantas. Auf den Yasawas kommen die Rochen eine bestimmte Zeit des Jahres in deutlich flacheres Wasser und so sind wir ganz nah dran. Immer wieder faszinierend, wie elegant diese Tiere schwimmen. Nach vier Tagen ist das Inselabenteuer aber wieder vorbei (mehr passt einfach nicht ins Budget) und wir fahren wieder auf die Hauptinsel Fijis, Viti Levu, und weiter in den Süden. Wir landen in Pacific Harbour und dort ganz schnell auf dem Boden der Tatsachen. An der Kreuzung zum Hotel setzt uns der öffentliche Bus ab. 100m zum Hotel laut google Maps, kein Thema denken wir. Wir sehen uns aber, beladen mit je einem Rollkoffer und Rucksack, am Anfang einer Schotterstraße...keine Chance! Zum Glück nimmt uns der Koch vom Resort kurze Zeit später mit zur Rezeption. Wir haben einen Strandbungalow gebucht. Wir beziehen also einen stockdunklen Raum, der komplett mit Holz ausgekleidet ist. Die Toilette und Dusche befinden sich draußen. Da hat man im Dunkeln direkt Lust, nochmal raus zu müssen. Tag 1 war noch okay. Nach der ersten Nacht haben wir beide Rückenschmerzen. Die Matratze ist so weich, dass es unangenehm ist. Außerdem hat es angefangen zu regnen und hört für 3 Tage nicht mehr auf. Also können wir auch keine Ausflüge machen. Für unseren Seelenfrieden und vom Ausflugsbudget gönnen wir uns ein Upgrade in einer Gartenvilla. Viel heller, neue feste Matratzen und so können wir wenigstens lesen. Das Essen hier ist leider auch bei weitem nicht mehr so hochwertig wie auf den Yasawas und der Strand nicht grad katalogtauglich. Wir geraten in solchen Situationen gern mal in ein Stimmungstief und wollen nach Hause. Nach 5 Tagen geht es endlich wieder Richtung Westen, wo das Wetter wesentlich sonniger ist und wir entspannen noch drei Tage in Korotogo. Fazit zu Fiji: die Hauptinsel kann man sich sparen. Nur die Yasawas und wohl auch die Mamanucas sind richtig paradiesisch. Die Korallen waren großartig, die Lagune haben wir schon noch schöner gesehen. Wir wissen, dass wir auf hohem Niveau jammern, aber so richtig hat uns Fiji einfach nicht abgeholt. Vor allem auf der Hauptinsel merkt man, wie der Tourismus die Menschen und die Preise verändert hat, Dennoch war es ein schöner Zwischenstopp auf dem Weg nach Hawaii. Nach kurzem Bangen wegen 2 angekündigter Hurricanes können wir uns darauf am 17.8. wieder freuen, weil beide keinen Schaden auf den Inseln anrichten. Und anbei ein kurzer Nachtrag, weil wir uns immer wieder an diese Situation erinnern. Oft, wenn wir in einem Hotel einchecken, müssen wir eine Karte mit unseren persönlichen Daten abgeben. Ich (Dani) fülle also handschriftlich (aber in Druckbuchstaben) die Karte aus. Am Abreisetag bekomme ich die Rechnung mit meiner Adresse drauf und brech fast zusammen vor Lachen. Aus der Semmelweisstraße wird Sennewuusti. So muss es auch meinen Lehrern früher ergangen sein...!

1 Kommentar 28.8.14 20:14, kommentieren

Zurück in Australien

Yeah wir sind Weltmeister!!! Um das gebührend zu feiern, hat unsere Gastgeberin wieder die deutsche Flagge gehisst! Unsere Freunde Ian und James bieten uns an, uns nochmal auf einen Kaffee zu treffen und uns anschließend zum Airport zu bringen. Gesagt, getan! Wir starten in einen entspannten Abend im Airporthotel und reichlich früh am nächsten Morgen nach Melbourne. 4 Stunden Flugzeit, eine unserer leichtesten Übungen. Am Flughafen in Melbourne allerdings eine böse Überraschung. Während wir noch unser mitgebrachtes Obst vorm Zoll verzehren, müssen gefühlte 20 Airbus A380 angekommen sein. Jedenfalls sehen wir an der Immigration eine Schlange unermesslichen Ausmaßes...! 90% Asiaten! Wir ahnen Böses in Bezug auf die Arrival-Karten, die vorab auszufüllen waren und die sicher nicht verstanden wurden, was wiederum zu Verzögerung an der Biosecurity führt...Es kommt eine Flughafenangestellte vorbei, die immer wieder ruft: Australian Citizens left lane. Vor uns gucken sich die Asiaten fragend an. Die Dame wieder: Passport... Australia... Left. Manche halten ihr auch einfach wortlos ihren Pass hin und sie: yes, Australian Passport left side. Fragt man sich doch wieder, wie die an selbigen Pass gekommen sind!!! 2 Stunden später sind wir durch die Immigration, sammeln unser (ungesichertes) Gepäck in der Halle ein und stellen uns erneut für die Biosecurity an! Eine Dame spricht mit jedem über die Arrival-Cards. Selbige beinhaltet Fragen zum Gepäckinhalt. (Gefährdete Arten, Lebensmittel, Dinge die den Boden irgendwo berührt haben könnten usw.) Wir haben alles mögliche dabei und alles ordnungsgemäß angekreuzt. Die Asiaten um uns rum haben kistenweise Lebensmittel dabei aber nix auf der Karte ausgefüllt...ohne Worte! Trotz aller Lebensmittel werden wir zum Ausgang gewunken und haben es endlich geschafft! Danach holen wir den Mietwagen und brechen Richtung Great Ocean Road auf. Biene fährt-wie immer! Wir haben noch ca. 4 Stunden Fahrt vor uns. Das Wetter ist angenehm mild, um die 16 Grad und Sonnenschein. Am ersten Obststand gibt es erstmal Kirschen. Wir halten an einigen Stränden, sind aber froh als wir Apollo Bay und dort unser Hotel für 2 Tage in Sicht haben und uns nur noch um etwas zu essen kümmern müssen. In den Nachrichten hören wir dann, dass Kylie Minogue ca. 5 Kilometer von uns mit ihrem Kanidaten von X-Factor Australia war. Schade, nur knapp verpasst! Am nächsten Morgen sind wir wieder fit und brechen auf zum Cape Otway, dort soll man nicht nur einen schönen Leuchtturm sehen, sondern viel wichtiger: KOALAS in freier Wildbahn! Auf dem Weg dahin hagelt es erstmal! Plötzlich nur noch 4 Grad! Egal. Wir fahren in die Straße zum Leuchtturm und ab da mit nach oben gerichtetem Kopf, um Ausschau zu halten. Und dann plötzlich sehen wir einen kleinen dicken Koala im Baum sitzen. Offensichtlich ist es unser Glück, dass es ziemlich windet, denn die Koalas sind normalerweise weiter oben im Baum. Wir entdecken immer mehr der kleinen, süßen Bären im Eukalyptus. Einige klettern sogar ein wenig vor unseren Augen am Baum hoch und runter! Süß! Am Leuchtturm angekommen machen wir noch einen kleinen Walk. Ein Schild warnt uns vor Schlangen, und schon nach ein paar Metern muss ich Biene zurückrufen! Ein Wallaby ..5 Meter vor uns! Ich bin sicher, ein paar Schritte weiter hätten sich beide ziemlich erschrocken, denn als uns das Wallaby bemerkt, tritt es eilig die Flucht an! Auf den Leuchtturm hat Biene keine Lust und ich geh allein, das halbiert quasi den Eintrittspreis- wir Sparfüchse!!! Durch den Wind ist es ziemlich unbehaglich in 31 Meter Höhe und mein Ausflug ist von kurzer Dauer. Auf dem Rückweg nochmal Koalas bestaunt und eine Familie aus Deutschland im Camper getroffen. Die haben jetzt vier Wochen um von Melbourne nach Cairns zu fahren. Wir schätzen das auf ca. 5000 km plus Umwege! Sportlich! Am nächsten Tag freuen wir uns auf die 12 Apostel, aber nicht ohne uns von den Koalas zu verabschieden! Die rauhe, felsige Küste erinnert uns ein wenig an Kalifornien. Die 12 Apostel und die anderen Felsformationen weiter südlich sind schon ziemlich imposant und wie immer nicht richtig auf einem Foto einzufangen. Dank der Jahreszeit sind wirklich kaum Touris unterwegs, was wir sehr genießen. Wir sind dann weitergefahren Richtung Port Fairy, auf dem Weg machen wir schon mal Halt an der Whale Nursery von Warrnambool. Im Winter kommen die Wale hierher, um ihre Kälber zu bekommen und großzuziehen. Wir beziehen unsere erste über AirBNB gebuchte Unterkunft und wohnen bei einem Pärchen. Blöd nur, dass die bei unter zehn Grad draußen nur abends den Kamin anwerfen, der dann das gesamte Haus erwärmen soll! Keine Heizung im Zimmer und im Bad nur ein Mini-Heizstrahler. Naja, am nächsten Morgen machen wir uns früh auf, um von der Plattform in Warrnambool eventuell ein paar Wale zusehen! Ab um zehn sind wir also am Spot und um eins sind sie dann da! Ein Walweibchen mit Baby! Sie schwimmen die Bucht rauf und runter und das Kleine winkt mit seinen Flossen, klatscht damit aufs Wasser und springt sogar hin und wieder aus dem Wasser. Das alles ca. 50-70 Meter von uns entfernt! Es handelt sich um Southern Right Whales (Deutsch: Südkaper). Mama misst bestimmt 15 Meter (bis zu 18 Meter lang), das Kleine so 6m. Wir genießen es einfach. Abends erkunden wir noch eine kleine vorgelagerte Insel (Griffith Island) mit Leuchtturm, haben wundervolles Licht und treffen noch ein paar Wallabies! Am nächsten Morgen machen wir uns auf den Weg zurück nach Melbourne. Nach einer frostigen Nacht und dem unbeheizten Haus am Morgen drehen wir im Auto erstmal die Heizung auf. Wir wollen noch zu den bunten Badehäuschen am Brighton Beach, aber Melbourne steckt an diesem Tag in einer dichten Nebelwand! Welch ein Glück, wer das erleben durfte, das sagt zumindest die Nachrichtensprecherin abends und ergänzt, dass es dieses Phänomen nur alle 5 Jahre gibt! Naja wir haben ja noch vier Tage um zurückzukommen! Wir bringen den Mietwagen zurück und beziehen unser 2. AirBnB Zimmer. Diesmal in einem Apartmenthaus im 26. Stock und haben einen unfassbaren Ausblick! Das Zimmer ist toll und wir genießen das Großstadtfeeling. Natürlich ist auch hier die Stimmung gedrückt, da die Aids Konferenz stattfindet, zu der auch einige Passagiere des MH17 Flugs unterwegs waren. Überall sieht man niedergelegte Blumen und auch die Nachrichten zu dem Vorfall reißen hier nicht ab. 37 Australier waren an Bord des Flugzeugs! Wir sind immernoch schockiert! Melbourne hat ein paar sehr schöne Stadtteile und wir laufen fast überall hin, erstens weil die Stadt nicht so groß ist und zweitens weil eine Fahrkarte p.P. mal eben 2,60€ pro Strecke kostet! Sparwahn ist angesagt. Nach Brighton Beach fahren wir dann doch nochmal mit der Bahn (zu weit draußen) und versuchen ein Bild ohne die Massen an Asiatischen Touris zu machen...völlig aussichtslos! Vor mindestens jedem 2. der rund 100 Häuschen wird da wieder posiert, vorzugsweise mit dem üblichen Peace-Zeichen. Für den Weg nach Sydney haben wir einen Zug gebucht. Wir können gerade keine Flughäfen mehr ertragen, also kaufen wir für 60€ (ohne Ermäßigung, da kann sich die DB aber mal ne Scheibe abschneiden!) die Fahrkarte und fahren 12 Stunden gemütlich Bahn. Sehr viel Beinfreiheit und jede Menge Natur, Kängurus und Kakadus zu sehen! In Sydney teilen wir uns das Haus mit Tat, einem Grafikdesigner aus Singapur. Das Haus liegt in Surry Hills (angesagter Stadtteil, recht zentrumsnah). Tat ist sehr gesprächig (was uns ab Tag 3 ein bisschen auf den Keks geht), aber an sich ein sehr netter Typ mit vielen wertvollen Tipps und Infos. So gibt er uns bspw. einen Einblick in die Immobilienpreise. Dachten wir bislang, Hamburg wäre teuer, lachen die Australier über unsere Preise. Das 2 Zimmer Apartment in Melbourne kostet pro Monat 2.100€! Tats Haus ist knapp 90 qm groß, 2 Schlafzimmer, 1 Bad, kein Garten, 700.000€!!! Klar doch! An 1. Tag in Sydney gehen wir einkaufen, bei Aldi. Ein Fest können wir euch sagen! Zum einen ist alles viel günstiger als wir es von Australien kennen und zum anderen gibt es deutsche Leberwurst und Schwarzwälder Schinken. Die anschließende Brotzeit ist für uns also ein kulinarisches Highlight. Am Folgetag fahren wir das erste Mal zum Hafen und da ist es einfach wunderschön! Das Opernhaus beeindruckt uns deutlich weniger als die Harbour Bridge. Toll sieht es aus. Als wir uns langsam durch den Botanischen Garten Richtung zu Hause aufmachen, sehen wir eine Gruppe Menschen beim Füttern von Lorikeets und Kakadus - nichts wie hin! Dani bekommt etwas Futter und strahlt breitestens über ihren neuen Kakadufreund, der sich ordentlich in ihrer Hand festkrallt. Tags drauf steht der berühmte Bondi Beach und ein Walk an der Küste entlang auf dem Programm, wunderschöne Buchten mit Mittelmeerfeeling, und das so nah an der Stadt. Als wir am nächsten Tag nach Manly fahren und den Blick auf den Sydney Harbour und die Skyline genießen, meint Dani plötzlich: du wirst es nicht glauben, da unten sind Whale Watch Boote und daneben springt die ganze Zeit ein Wal! Tatsächlich können wir mit dem Fernglas und teilweise mit bloßem Auge den Buckelwal sehen. Sofort treffen wir die Entscheidung auch auf so ein Boot zu gehen. Aber für den nächsten Tag sind erstmal die Blue Mountains geplant. Wir machen uns also morgens auf und fahren mit dem Zug 2 Stunden nach Blackheath, um den spektakulären Govetts Leap Lookout zu sehen! Man nennt sie Blue Mountains, da sie überall bewachsen sind von Eukalyptus (leider nicht der, den unsere Koala-Freunde mögen), der ätherische Öle abgibt, die bei Sonneneinstrahlung bläulich schimmern! Wir fahren weiter mit dem Zug nach Katoomba, dort besichtigen wir das Highlight der Gegend, der Echo Point und die "Three Sisters"- eine Felsformation mit drei säulenartigen Felsen. Auch hier wieder massenhaft Asiaten, die eine Milliarde sehr professionelle Selfies von sich machen - auf den meisten sind sie zwar drauf, der Hintergrund aber nicht. Viele haben sogar eine Verlängerungsstange fürs Smartphone mit Selbstauslöser. Das finden wir gar nicht so doof, leider haben wir für sowas aber keinen Platz mehr im Gepäck. Vom Echo Point aus wandern wir weiter nach Leura durch die Wälder und entlang der Schluchten! Ein schöner Tagesmarsch von ca. 13 km. Danach fallen wir erschöpft in den Zug zurück nach Sydney. Abends müssen wir noch abwägen mit welchem Anbieter wir am nächsten Tag den Whale Watch Cruise machen wollen! Nach stundenlanger Recherche entscheiden wir uns für ein kleineres Boot und einen Nachmittags-Cruise. Mit an Bord eine Gruppe Jugendliche Deutsche...nur Mädels! Wir fahren raus aufs Meer und nicht lange hin, da springt ein Buckelwal in einiger Entfernung aus dem Wasser! Wahnsinn! Die Mädels kreischen ab jetzt bei jeder Aktivität des Wals, außerdem stimmen sie gemeinsam zu "atemlos" an! Mir wird übel :-) Es bleibt bei dem einen Wal, aber der ist dafür ziemlich aktiv und zeigt uns seinen weißen Bauch des Öfteren. Auf dem zweiten Boot des Anbieters ist ein Profifotograf dabei, der ein Spitzenbild macht! Unsere Fotoversuche sind eher kläglich, da man nie weiß wann und wo der Wal springt. Insgesamt aber wieder ein tolles Erlebnis. Abends kann man in den Botanischen Gärten und anderen Parks Flughunde zu Tausenden sehen, schon ein bisschen gruselig! Von Amy, unserer Gastgeberin aus Melbourne, haben wir den Tipp für eine Bar im 36. Stock des Shangri-La Hotels direkt am Hafen bekommen. Wir gehen abends hin und bekommen tatsächlich trotz Dresscodes (den wir mit unseren verbliebenen drei Sachen kaum noch erfüllen können) einen Tisch direkt am Fenster! Der Blick ist atemberaubend auf die Harbour Bridge und das Opernhaus bei Nacht! Die Cocktails um die 15€ sind gut aber nach einem machen wir uns wieder los-wir passen dann doch irgendwie nicht in das Gästebild. Die nächsten Tage besuchen wir noch die Watsons Bay, eine schöne Bucht mit Aussichtsplattform Richtung Ozean, die es uns ermöglicht dort nochmal aus der anderen Richtung Wale zu sichten. Dabei haben wir dann die 1. und zum Glück einzige Begegnung mit der australischen Polizei. Wir haben uns zum Wale sehen ein wenig abseits der Plattformen an einen Zaun gestellt. Dani hat sich auf selbigen gesetzt. Nach einiger Zeit kommen plötzlich 2 Polizisten und mir wird schon übel, weil ich mit einer Strafe für unbefugtes Betreten des Kliffs erwarte. Zum Glück bitten sie aber nur darum, dass wir hinterm Zaun bleiben, da die Stelle wohl bekannt ist für Suizide, bekommen die Beamten eine Meldung, wenn jemand den Zaun überquert. Wir wandern noch ein wenig zum Leuchtturm und genießen die Sonne-wir haben hier immer zwischen 16 und 23 Grad sehr angenehm. Sydney war insgesamt auf jeden Fall etwas Besonderes für uns! Die Stadt ist wirklich wunderschön, die Lage mit dem Hafen und den vielen Buchten ist einfach genial. Schade nur dass die Asiaten die Stadt und das Land so langsam einnehmen. Vor allem sind wir glücklich, dass wir insgesamt 6 Wochen Australien ohne schlimme Begegnung mit Spinnen erlebt haben! Am Sonntag, den 3.8. hieß es dann wieder alles zurück in den Koffer knüppeln und weiter nach Fiji!

1 Kommentar 14.8.14 11:16, kommentieren

Abschied von Neuseeland

Nach unseren tollen Begegnungen mit der Unterwasserwelt im Südpazifik haben wir überlegt, ob wir in der verbleibenden Zeit in der Bay of Islands in Neuseeland noch unseren Open Water Tauchschein machen. Dafür mussten wir zuerst klären, ob Dani mit ihrer Asthmavergangenheit tauchtauglich ist. Zum Glück gibt der lässig in Wollpulli und Jeans gekleidete Arzt grünes Licht und so treffen wir uns mit Dave von Dive North, um alles zum Tauchkurs zu besprechen. Dave meint, das Wasser wäre noch recht warm (18 Grad) und wenn wir den Kurs dort machen, würden wir unter den härtesten Bedingungen tauchen lernen (schwere vollständige Ausrüstung mit 1-2 Schichten Neopren, kaltes Wasser usw). Wir verhandeln, dass wir zusätzlich zum Open Water-Schein noch einen Schiffswrack "betauchen" und erhalten unsere Tauchlektüre. Die folgenden 7 Tagen verbringen wir mit der Theorie, lernen alles über die Ausrüstung, Notsituationen, Dekompressionskrankheiten und Handzeichen unter Wasser; und damit wir den Guide verstehen, wenn er uns was erklärt, lernen wir alles auf englisch! Zuerst wird man erschlagen von all den Dingen, die passieren können und worauf man alles achten muss. Das macht wenig Lust auf die praktischen Übungen... Die Lernphasen werden natürlich beeinflusst von 4:00 Uhr morgens aufstehen, um unsere Nationalelf auf dem Platz zu sehen und anzufeuern! Nach der bestandenen theoretischen Prüfung geht es zum ersten Tauchgang...das Wetter ist gruselig. Es regnet, recht hohe Wellen, Strömung unter Wasser und die Sicht unter Wasser sehr schlecht. 4 Stunden verbringen wir insgesamt in 3 Tauchgängen im 16 Grad kalten Wasser mit allerlei Übungen in 5 Meter Tiefe. Dan, unser Lehrer, ist total nett und gibt alles! Wir beide müssen einen schweren Bleigürtel tragen um überhaupt unter Wasser zu sinken, so schleppt jeder von uns gesamt ca. 25 Kilo Ausrüstung rum. Beim ersten Tauchgang müssen wir all die "Gefahrensituationen" proben, die wir in der Theorie gelernt haben, zum Beispiel die Maske unter Wasser abnehmen, wieder aufsetzen und durch die Nase ausatmen, um wieder Luft hineinzubekommen. Ganz wertvolle Erfahrung! Auch den Regulator, durch den man atmet, muss man bewusst verlieren und am Körper wiederfinden. Und dabei bloß nie die Luft anhalten! Nach all den anstrengenden Situationen sind wir entsprechend fertig und haben erstmal so richtig die Nase voll. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Der zweite Tauchtag, an dem wir wieder 3 Tauchgänge planen, wird deutlich besser. Die Sonne scheint, Delfine begleiten unser Boot einen Teil der Strecke. Die Sicht unter Wasser ist super und wir absolvieren unsere beiden Pflicht Open Water Dives ohne Probleme. Der schwierigere Teil ist der Wrack-Tauchgang. Da es sich um eine Wassertiefe von 25-35 Meter handelt, müssen wir wieder einen theoretischen Teil absolvieren. Ab 30 Meter Tauchtiefe muss man beim Auftauchen einen Sicherheitsstopp einhalten, um nicht zu viel Nitrogen im Körper zu behalten. Aus unserer Sicht schwierig, da wir immernoch Probleme haben im Wasser zu "schweben". Entweder sinken wir oder wir steigen auf, dazwischen gibts nicht viel...! Unser Tauchlehrer spricht uns Mut zu und wir sinken am Seil auf 28 Meter und betauchen die HMSNZ Canterbury, die vor 7 Jahren hier für Taucher versenkt wurde. Ist natürlich auch ein bisschen gruselig das Ganze. In der Tiefe ist es nicht mehr so hell und das Schiff schon ordentlich bewachsen. Aber letztendlich schaffen wir alles und sind stolz auf uns! Wieder eine tolle Erfahrung, die uns in Fiji und Hawaii hoffentlich noch nützlich sein wird. Ab jetzt haben wir noch 2 Wochen in Neuseeland. Einen Tag machen wir eine Tour zum Cape Reinga, dem nördlichen Ende der Nordinsel und den Sanddünen, auf denen man Sandboarden kann. Man klettert 10min auf die Düne, um dann mit einem Boogie Board ca. 20 Sekunden die Düne runterzubrettern. Eine Mordsgaudi, leider verliert man auch gern mal die Kontrolle und rollt durch den Sand. Videomaterial hierzu findet ihr im Fotolink Die übrige Zeit verbringen wir hauptsächlich in Auckland, um das Auto noch zu verkaufen. Davor gruselt es uns ziemlich, da es dabei natürlich um recht viel Geld geht. Mit der ganzen Geschichte belästigen wir euch jetzt nicht im Detail, aber wie immer wird versucht, die Touristen, die das Land bald verlassen müssen, so richtig abzuziehen und den Preis zu drücken. Wir freuen uns aber vermelden zu dürfen, dass wir das Auto auf dem Automarkt an Tag 1 in Auckland erfolgreich und zu einem annehmbaren Preis verkauft haben. Wir entspannen uns also wieder und genießen noch 10 Tage in der größten Stadt Neuseelands, die auf 7 Vulkanhügeln liegt und in der das Meer trotzdem immer in der Nähe ist. Inzwischen haben wir in über 50 Unterkünften gewohnt und weitere 25 Folgen noch. Wir freuen uns auf neue Abenteuer. Am Mittwoch gehts nach Melbourne... Bye Bye Neuseeland! Es war wunderschön mit dir! Dinge, die wir vermissen werden: - das Meer immer in der Nähe (max. Entfernung 120 km) - so viel Sonne, 16 Grad und Sonnenschein im tiefsten Winter - die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Kiwis (man bedankt sich hier z.B. beim Busfahrer für die Fahrt) - die Natur - den "Real-Kahuna-Burger" von KFC, den wir jetzt immer selbst am BBQ zubereiten Und das nächste Mal, wenn wir schreiben, sind wir schon Fußball Weltmeister! Daumen drücken!!!

13.7.14 12:41, kommentieren

Südseetraum - oder 50 shades of turquoise

Vier Wochen Paradies liegen nun hinter uns! Wir freuen uns, dass auch die Schnorchel-Ausrüstung mal richtig zum Einsatz gekommen ist! Das Auto steht sicher am Airport Hotel bei unserer Reisebekanntschaft Ian und er sieht immer mal danach. Zum Glück haben wir vor Abreise herausgefunden, dass man Lebensmittel mit auf die Cook Inseln nehmen darf. Und da es dort sehr teuer sein soll, kaufen wir nochmal die Basics in Neuseeland ein (Kaffee, Nudeln, Reis, Dosentomaten, Thunfisch, Salz, Pfeffer, Nutella usw.) Und das ist auch gut so, denn tatsächlich sind die Sachen doppelt bis dreimal so teuer. Am Airport von Auckland wollen wir uns für den Urlaub eine Flasche Rum gönnen-aber 30€ die Flasche sind uns zu teuer. Wir landen auf Rarotonga mitten in der Nacht und der Duty Free ist noch auf... 1 Liter von unserem guten Havana Rum für 12€!!! Welch eine glückliche Fügung nach 6 Monaten Abstinenz! Wir haben dafür aber direkt ein Meet and Greet in unserer Unterkunft mit einer großen Kakerlake (zum Glück hatten wir wohlweislich eine Dose RAID dabei). Am nächsten Morgen stellten wir begeistert fest, dass die wunderschöne Lagune nur 100 Meter von uns entfernt war. Die Hotels links und rechts kosten mal eben 600€ pro Nacht und wir konnten nicht sehen, mit welcher Berechtigung :-)! Wir waren quasi nur noch im Wasser, baden, schwimmen, schnorcheln und Kayak fahren. In der Lagune gibt es mehrere kleine Inseln, zu denen man rüberschwimmen oder laufen kann. Im flachen, superklaren Wasser gibt es Korallen mit tropischen Fischen. Wir waren begeistert. Es gibt einen Schnorchel-Spot, der sich Fruits of Rarotonga nennt, dort sind wir mit dem Kayak hin, ich (Dani) bin raus gesprungen und verletze mich direkt unterm Fuß an einer toten Koralle im Sand. Aber da es keine Haie in der Lagune gibt, hab ich es gelassen genommen und bin mit noch viel mehr tollen Fisch geschwommen. Und plötzlich fand ich mich mitten in einem riesigen Fischschwarm wieder. Beeindruckend. Die GoPro-Kamera macht ganz tolle Aufnahmen davon-gute Investition also. Die Inselerkundung ergibt neben der Lagune nicht so viel spannendes, zur Zeit gibt es nicht mal Obst dank eines Tropensturms vor kurzem. Aber wir haben den Inselbus als unser Hauptverkehrsmittel auserkoren. Biene hat mal wieder tolle Infos aus dem Reiseführer und wir kaufen die 10er Karte. Der Transfer zum Airport (15 min Fahrt) kostet sonst stolze 30 oder 40 Dollar. So haben wir gut Geld gespart. Wir haben dann noch die seltene 3-Dollar-Geldnote der Insel erstanden und sind weiter nach Aitutaki geflogen. Schon der Insel-Anflug war ein Spektakel (das Flugzeug hat 30 Sitzplätze), man sieht von oben die tolle Lagune. Dort erwartete uns Vaa unser Gastgeber und ein toller Ferienbungalow mit Blick auf die Lagune. Wir waren hin und weg, zwar konnten wir dort nicht wirklich schwimmen, da so viele Korallen im Wasser waren, aber so haben wir das Gebiet eben "erschnorchelt". Dann haben wir einen Lagunen-Cruise gebucht. Den Anbieter hatte Vaa empfohlen, aber als wir das Boot sahen, waren wir uns der Professionalität des Anbieters nicht so sicher - eine große Metallplatte mit 2 Außenwänden, 4 Stangen und eine Abdeckplane als Dach, dazu zwei Motoren und Plastikstühle, fertig ist das Superboot. Dafür war die Tour umso schöner und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. So viele Türkistöne und weiße Strände haben wir noch nie vorher gesehen. Wir waren schnorcheln vor Honeymoon-Island, wo es nochmal mehr tolle und auch richtig große Fische gibt und haben uns den Stempel von One-Foot-Island für unseren Reisepass abgeholt. Dazu gab es noch ein unfassbar leckeres Mittagsbuffet (bei Selbstversorgern immer hoch im Kurs). Einzige Probleme der Insel: Lebensmittel unbezahlbar und die Moskitos sind unerträglich. Vaa hat auch einen Motorroller für uns und wir erkunden die Insel... leider kommt es dabei zu einem kleinen Sturz, auch noch auf Schotter und wir gehen mit verletzten Knien und reichlich geknickt nach Hause. Durch das Baden und Schnorcheln heilen die Wunden schlecht, das braucht man eigentlich nicht im Badeurlaub. Dann geht es weiter nach Französisch Polynesien, zuerst mal Tahiti...schonmal sehr angenehm ist, dass die Immigration für EU-Bürger quasi wegfällt. Nach einer Nacht in Tahiti fahren wir mit der Fähre nach Moorea (17 km vor Tahiti). Das Wetter passt mit um die 28-31 Grad. Die Insel ist unglaublich schön, die Lagune umringt die ganze Insel und in der Inselmitte gibt es jede Menge sich steil erhebende Berge. Wir hatten wieder einen tollen Bungalow mit Blick auf die Lagune. Kanus und Fahrräder standen kostenlos zur Verfügung und wir waren die einzigen Gäste. Mit den Fahrrädern fuhren wir zum nächsten Strand und Schnorchelspot, wo wir Stachelrochen gesehen haben und Dani sogar einen Schwarzspitzenriffhai etwas entfernt erspähte. Keine Sorge, die sind ungefährlich. Wir haben dort eine Inseltour gemacht, die war wirklich toll. Aussichtsplattformen mit Blick auf die Lagune und Tahiti, Vanille-Plantage, Ananasfarm und einfach die gesamte Insel waren so schön anzusehen! Hier sind hauptsächlich Urlauber aus den USA (Direktflug aus LA dauert nur 8 Stunden). Die Preise für Lebensmittel waren überraschend gut, zum Teil günstiger als in Neuseeland, und es gibt viele europäische Produkte, die wir lange entbehren mussten. So freuten wir uns über Baguette, Croissants und Frischkäse wie kleine Kinder. Bleibt noch Bora Bora, wo wir im Anschluss hingeflogen sind. Wieder ein Traum- schon vom Flieger aus. Am Flughafen trennt sich aber schon die Spreu vom Weizen, da der Flughafen auf einer Insel in der Lagune liegt und man nur mit dem Boot weiter kommt. Die Gäste der Luxusresorts werden direkt mit eigenen Booten abgeholt...wir haben dann also auf die Fähre für den Pöbel gewartet! Unsere Ferienwohnung liegt auf der Hauptinsel, ist riesig mit ebenso so großer, überdachter Terrasse mit Meerblick. Die Wasserfarben und wie klar das Wasser ist...faszinierend. Der einzige Strand der Hauptinsel ist leider 5 km entfernt, Roller kommt nicht mehr in Frage und so haben wir die Räder aus der Unterkunft genommen und sind da immer hingeradelt. Dafür ist der Strand einfach unglaublich. Insgesamt haben wir zwei Ausflüge gemacht, alles wieder Wasseraktivitäten ohne Ende. Der Erste war ein Lagunencruise mit Stachelrochen-Fütterung, Haifisch-Fütterung und anschließender Touri-Fütterung ;-)! Dabei haben wir nicht nur die Schwarzspitzenriffhaie sondern auch 3m große Zitronenhaie gesehen. Dani taucht immer wieder mit ihrer Kamera ab, um die besten Fotos zu kriegen. Unser Guide fühlt sich dazu berufen, ihr das Tierchen noch näher zu bringen und schiebt sie auf dem Weg nach unten mit den Flossen an. Und so kommt Dani dazu, den Hai sogar zu berühren. Wahnsinn. Die Tiere sind ungefährlich und offenbar sehr an Menschen gewöhnt, einer der Guides stellt sich auf den Hai und "surft" auf ihm. Als wir abends die Bilder anschauen, sind wir über unsere eigene Furchtlosigkeit überrascht. Aber während der Tour war es so spannend und aufregend, dass wir keine Angst hatten. Einziger Minuspunkt der Tour: die anderen Teilnehmer sind allesamt der durchschnittliche Bora Bora-Tourist: dickes Portemonnaie (die Preise für den Bungalow überm Wasser beginnen bei 500€ pro Nacht) ein bisschen Möchtegern und jeder beäugt, in welchem superteuren Resort die anderen untergekommen sind. Die Gäste werden in aufsteigender Reihenfolge der Hotelpreise abgeholt und so sieht keiner, dass wir am Bootssteg hinter der Tankstelle abgeholt werden und noch 300m zu unserer Unterkunft laufen müssen :-) Dafür erfahren wir von einem der Guides, dass die Resortgäste für die gleiche Tour fast das Doppelte zahlen! Unfassbar. Wir sind glücklich mit unserem "günstigen" Bora Bora-Erlebnis. Dann haben wir erfahren, dass man hier auch mit Manta-Rochen schnorcheln kann. Natürlich braucht man hierfür wieder Glück, denn eine Sichtungsgarantie gibt es nicht. Wir buchen also die Tour (Glückskind Sabine ist für den Sichtungserfolg dabei), haben Glück und sehen 5 Tiere in Reih und Glied unter uns, der größte misst ca. 4 Meter Spannweite. Beeindruckend! Außerdem gab es gepunktete Adler-Rochen zu sehen und tolle Korallen. Die letzten drei Tage haben wir in Tahiti verbracht. Die Gastgeber unserer Ferienwohnung sind total nett und wir haben uns direkt am 2. Abend zum Abendessen verabredet. Wir waren bei den Food Trucks am Hafen (jede Menge Fressbuden aneinander im Freien). Dort haben wir unter anderem die lokale Köstlichkeit Poisson Cru probiert (roher Thunfisch in Kokosnussmilch und Limettensaft). Unsere Rück- und Einreise nach Neuseeland war dieses Mal unkompliziert. Hier erwarten uns immerhin noch 16 Grad und ab jetzt haben wir noch 4 Wochen in Neuseeland...

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