Bis auf die Knochen...

Wo waren wir? Ah, eine Woche in Napier. Die ersten Tage hat es oft geregnet, weshalb wir nicht allzu viel draußen sein konnten. Wir sind durch die tolle Stadt geschlendert, viele kleine Villen auf Hügeln, das Art Deco Design in der Innenstadt und das Meer am Ende der Promenade. Die Gegend Hawkes Bay ist für seine guten Weine bekannt. Wir hatten schon öfter mit einer Weintour geliebäugelt, die beginnt aber meist 10 Uhr morgens und um die Uhrzeit war uns noch nicht nach Wein (wie sich die Zeiten ändern?! ;-)) Also sind wir der Empfehlung unseres Vermieters gefolgt, haben das Mission Estate Weingut besucht und uns zur Feier des Reisebergfests jeder mal einen besseren Wein gegönnt. Als das Wetter dann besser wurde, konnten wir wieder ans Meer fahren und die Sonne genießen. Dabei haben wir uns noch das Craggy Range Weingut angeschaut, sehr stylisch und modern, leider war es zum Verkosten zu voll. Als wir uns auf dem Weingut umgeschaut haben, bittet uns ein Asiate, von ihm ein Foto zu machen. Ungelogen 10mal sagt er: Just one more! Und stellt, setzt und quasi legt sich vor verschiedene Hintergründe. Sehr vorteilhafte Posen und sicher Bilder für die Ewigkeit. Wir müssen uns zusammenreißen, nicht laut loszuprusten. Ostersonntag haben wir eine Tour zum Cape Kidnappers gemacht, dabei wird man von einem Traktor auf einem großen Anhänger über den Strand gefahren. Wegen des Regens in den Tagen zuvor war ein Teil des Cliffs abgerutscht. Das sah doch etwas bedrohlich aus und wir mussten ein Stück über die gefallenen Erdmassen laufen. Am Cape gab es dann eine tolle Aussicht und eine Tölpelkolonie. Die Tour war sehr schön, vor allem als die untergehende Sonne die Cliffs in ein tolles Licht tauchte. Man kann die Strecke natürlich auch laufen, was offenbar von einigen Menschen unterschätzt wird. Auf dem Rückweg haben wir insgesamt 9 Leute eingesammelt, alles Asiaten ohne Taschenlampen oder warme Kleidung... Die wären einige Zeit im Stockdunklen zurückgelaufen. Am Tag drauf waren wir in Havelock North um ins Kino zu gehen. Vorher hatten wir noch ein bisschen Zeit, um einen Kaffee zu trinken. Und um 15.30 finden wir im ganzen Ort kein offenes Café mehr!?! Zum Glück gibt's Mc Café, wo wir unseren Koffeinhaushalt auf Vordermann bringen können. Nach dem Kino auf dem Weg zum Auto fällt uns dann plötzlich auf: unsere Kamera! Hat das Jelchen bei Mc Donalds stehen lassen!!! Mist, die ganzen Fotos, und die teure Kamera!!! Wir fahren zu Mc Donalds und da steht sie, 3 Stunden später, unberührt an der gleichen Stelle... Unsere Kamera. Ein Riesenstein fällt uns vom Herzen. So was gibt es nur in Neuseeland! Selbst wenn einer die Kamera gefunden hätte, hätte er sie wohl bei einem Mitarbeiter abgegeben. Am nächsten Tag geht es dann weiter nach Rotorua, eine der wohl touristischsten Städte hier, in der es überall nach Schwefel und somit faulem Ei riecht. In unserem Motel hat man sich dafür entschieden, gegen den Geruch mit einem in bestimmten Intervallen automatisch sprühenden Raumspray anzugehen. Die Mischung finden wir so tödlich, dass wir das Duftspray in die Küche verbannen. Da sich Dani nicht für geothermale Aktivitäten interessiert, gehe ich allein ins Wai O Tapu Thermal Wonderland und bestaune Krater, blubbernde Mudpools, farbige und dampfende Pools. Dann fahren wir weiter nach Whangarei nördlich von Auckland. Auf dem Weg kommen wir nochmal an Hamilton vorbei, wo wir etwas suchen. Als wir vor ein paar Wochen schon mal hier waren, höre ich vom Beifahrersitz folgendes von Dani: Oh mein Gott, wie süß! Wir sind aber leider schon vorbei und ich frage: was denn? Dani: ein Miniesel. Ich soll aber nicht umdrehen, die nächsten Tage geht es aber immer wieder: der Esel, der war sooooo süß. Also sitzen wir nun im Auto und suchen die Stelle mit dem Babyesel. Und finden sie! Dani ist im Glück (das Gesicht war das gleiche wie als sie den Koala auf dem Arm hatte). In Whangarei haben wir die Tutukaka-Küste erkundet und eine Wanderung zu den Mermaid Pools gemacht, wie immer ausgestattet mit den besten Wanderflipflops. Auf der Karte sieht man ja nie die zu überwindenden Höhenmeter... Wir müssen an einer Stelle sogar ein Seil zum hoch- bzw. runterklettern benutzen. Am nächsten Tag waren wir an den Whangarei Heads, wo wir zwar kurz etwas nass geworden sind, danach aber einen tollen Regenbogen überm Strand sehen konnten. Und dann ging es weiter nach Omapere/Opononi, wo ich (Dani) 2 Wochen lang Knochen geschnitzt habe. Mein Lehrer Jim lädt seine Schüler ein, in seinem Wohnzimmer Knochen zu schnitzen. Erstmal äußerst fragwürdig, aber man gewöhnt sich schnell daran (die "Drecksarbeiten" passieren dann doch im Schuppen) und seine Werke zeigen, dass er es wirklich drauf hat. 2 Wochen lang habe ich also täglich neue Techniken und Designs in Rinderknochen geschnitzt, geschliffen, poliert...ich hatte jede Menge Spaß. Trotz der Sprachbarriere hier und da haben Jim und ich viel gelacht. Bilder folgen in der Auswahl. Wir haben in Opononi ein großes Haus mit riesiger Terrasse und Blick auf den Hokianga Harbour. Und da es hier auch im Winter noch 20 Grad warm ist, können wir immer wieder die Sonne auf der Terrasse genießen. An Danis freien Tag haben wir die Gegend erkundet, waren an den Kai Iwi Lakes und haben im Waipara Forest einen riesigen, fast 2000 Jahre alten Kauribaum gesehen. Sonst ist hier quasi nichts, kein richtiger Supermarkt, eine Tankstelle mit den bisher höchsten Spritpreisen und ein Geldautomat, der seit 3 Wochen nicht funktioniert... Dafür ist es hier so untouristisch und ruhig, dass wir das Land nochmal von einer ganz anderen Seite erleben. Und nun sind wir in Auckland, um die letzten Besorgungen für den Südpazifik zu machen. Und um unseren geliebten Mitsubishi zum hiesigen TÜV zu bringen... Zum 2. Mal... Der TÜV hier wird nicht von einer staatlichen Stelle durchgeführt sondern von jeder beliebigen Autowerkstatt, das heißt, Ahnungslosen kann man immer einfach eine teure Reparatur unterjubeln. In der Nähe vom Opononi waren wir also zum TÜV und sind durchgefallen. Die notwendigen Reparaturen kosten laut Angebot stolze 600 Dollar! Jim warnt uns, dass er von dieser Werkstatt beim letzten Mal über den Tisch gezogen wurde und wir sollen einfach in Auckland nochmal woanders TÜV machen lassen. Das besorgt uns etwas, schließlich kann es ja auch genau in die andere Richtung gehen und es wird noch viel mehr gefunden. Wir verbringen die eine oder andere unruhige Nacht deshalb. Gestern sind wir dann zur von unserer Unterkunft empfohlenen Werkstatt gefahren... Und sind wieder durchgefallen!!! Die notwendigen Reparaturen kosteten hier läppische 15 Dollar und wir sind durch. Wir können es kaum fassen! Unser Eindruck von Auckland in 2010 war nicht so gut, dieses Mal sind wir aber in dem total schönen Viertel Ponsonby, kleine süße Läden, Cafés und Häuser. Auch am Hafen ist hier einiges passiert und erinnert uns sehr an die Hafencity. Und irgendwie ist so eine richtige Stadt gerade auch eine schöne Abwechslung. Dennoch freuen wir uns total auf den Südpazifik. Dabei überspringen wir übrigens die Datumsgrenze sind dann 12h hinter euch. Also, wir schicken gleich neue Fotos und melden uns hoffentlich mal aus dem Südpazifik.

1 Kommentar 14.5.14 05:32, kommentieren

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Halbzeit

Halbzeit Hallo zusammen, heute sind wir genau 6 Monate unterwegs... Unfassbar oder? In dieser Zeit haben wir schon so viel, insbesondere in diesem wundervollen Land erlebt und es liegt noch so viel vor uns. Die letzten Wochen haben wir immer noch am Strand gelegen und wenn das Wetter das nicht zugelassen hat, haben wir die nächsten Stationen unserer Reise geplant. Zuerst waren wir in Hamilton, um die Balloons over Waikato zu sehen. Leider war es für das Tagesprogramm zu windig, den Night Glow mit erleuchteten Heißluftballons konnten wir aber sehen. Unsere erste Großveranstaltung hier mit immerhin 80.000 Besuchern, sogar mit ordentlichem Feuerwerk am Ende. Danach sind wir 1,5 Wochen in der Bay of Plenty gewesen, wo wir noch viel Zeit am Strand verbringen konnten. In einer Unterkunft hatten wir Body Boards, mit denen wir uns in die Wellen geworfen haben. Das war ein Riesenspass! Am Ende unserer Zeit dort hat sich das Wetter leider verschlechtert und seitdem ist es deutlich herbstlicher, kühler und regnerisch. Für Ostern ist die Vorhersage aber gut. Von der Bay of Plenty ging es zum East Cape, wo wir das erste Mal nach all den Monaten eine Unterkunft frühzeitig verlassen mussten. Das Haus hatte eigentlich eine schöne Lage mit Blick aufs Meer, war aber mal wieder so in der Natur, dass wir erst einmal Spinnen entfernen mussten. Als wir unser Bett bezogen haben, haben wir immer wieder kleine schwarze Kügelchen gefunden. Danis Vermutung: Mäuseknödel. Im Bett?!? Wir konnten keine Maus oder ein Loch finden, durch das die Maus ins Zimmer hätte kommen können. Leider hat die Matratze ein Loch...ob sie da drin wohnt? Als wir dann spät abends ins Bett gehen wollen, setze ich mich in selbiges, Dani steht noch daneben, beugt sich zum Bettlaken und riecht daran... Ein frischer Fleck Mäusepipi. Keine Sekunde werden wir in diesem Bett verbringen! Leider befinden wir uns abseits der Zivilisation und es ist zu spät, um noch zu den Eigentümern zu fahren. Zudem regnet es in Strömen. Die Optionen: Wohnzimmercouch oder Doppelstockbett. Wir entscheiden uns, weil wir nur eine Decke haben, gemeinsam im oberen Teil des Stockbetts zu schlafen. Eine tolle Nacht...jede Menge Schlaf... ständig denken wir, es krabbelt was an uns herum oder aber das Bett könnte bei der Überbelastung durch 2 Personen zusammenbrechen. Am nächsten Morgen packen wir also schnell wieder alles zusammen und fahren zur Vermieterin. Wir erklären, was passiert ist, sie entschuldigt sich und gibt uns das Geld für die 2. Nacht zurück. Ob sie wirklich nicht Bescheid wusste, wer weiß. Neben der Eingangstür zu ihrem Haus lag auf jeden Fall eine Mausefalle. Wir fahren weiter nach Gisborne, zum Glück ist unser Haus dort schon eine Nacht früher verfügbar. Leider ist das Wetter nicht allzu gut und so haben wir uns den Zielen der 2. Halbzeit gewidmet. Hier die Zusammenfassung: Bis zum 16.5. sind wir noch in Neuseeland, danach fliegen wie schon geschrieben auf die Cook Inseln und nach Französisch Polynesien. Vom 13.6. - 15.7. sind wir nochmal in NZ und erkunden die Gegend nördlich von Auckland, verkaufen unser Auto und nehmen Abschied von diesem wundervollen Land. Wir fliegen dann nach Melbourne, fahren erst ein paar Tage die Great Ocean Road entlang und schauen uns dann Melbourne und Sydney an. Am 3.8. Fliegen wir von Sydney nach Fiji, verbringen dort 2 Wochen und Fliegen am 17.8. weiter nach Honolulu. Auf Hawaii werden wir uns 4 Inseln ansehen und fliegen dann am 16.9. nach Los Angeles. Wir haben uns entschieden, Kanada doch nicht zu machen und stattdessen länger in den USA zu bleiben. Dort wollen wir noch einige Nationalparks sehen (Yosemite, Death Valley, Zion, Bryce Canyon und Monument Valley). Mal sehen, ob wir das alles schaffen! Über Bienes Geburtstag sind wir dann nochmal in Las Vegas und versuchen, unsere Reisekasse nicht zu verspielen sondern aufzubessern. Am 9.10. geht es weiter nach New York... und am 17.10.(also genau nach 365 Tagen) ist das Abenteuer dann endgültig vorbei und wir landen am 18.10. in Frankfurt. Seit gestern sind wir in Napier, der Art Deko Welthaupstadt. Hier gibt es also nach der Einöde am East Cape mal wieder eine richtige Innenstadt - toll! Wir wünschen euch allen ein paar schöne und erholsame Ostertage mit euren Lieben. In Gedanken sind wir bei euch.

17.4.14 06:40, kommentieren

Spätsommer

Hallo in den deutschen Frühling. Nach unserem Ausflug nach Hobbiton sind wir auf die Coromandel Halbinsel gefahren. Die Coromandel ist aus unserer Sicht einer der schönsten Teile des Landes mit seinen Hügeln, Buchten, und noch wichtiger, keinen Sandflies. Die erste Woche haben wir in Whangamata in einem sehr großen, hübschen Haus verbracht, nur wenige Minuten zu Fuß vom bisher wohl schönsten Badestrand entfernt. Das hat dazu geführt, dass wir 5 Tage faul in der Sonne lagen und entsprechend wenige Fotos gemacht haben. Einen Morgen haben wir uns aber zum Sonnenaufgang aufgerafft und wurden mit spektakulärem Morgenrot belohnt. Leider gab es gen Ende der Woche eine kurze Wetterbeeinträchtigung. Aus dem Südpazifik kam ein abgeschwächter Zyklon auf Neuseeland zu. Also haben wir das Haus sturmsicher gemacht, haben uns während der Regenschauer drin aufgehalten und 2 Nächte eher unruhig geschlafen. Das hatte aber auch noch einen weiteren Grund: wir mussten uns langsam mit weiteren Reisezielen befassen. Ganz oben auf der Liste stand da der Südpazifik. Wir haben reichlich lang für eine Entscheidung gebraucht und am Ende gebucht. Mitte Mai geht's für je 2 Wochen erst auf die Cook Inseln (Rarotonga und Aitutaki) und dann nach Französisch Polynesien (Moorea, Bora Bora und Tahiti). Man ist hier zwar recht nah dran, die Flüge sind aber ziemlich teuer, vor allem zwischen den Inseln. Und die Unterkünfte erst recht. In Französisch Polynesien kann man PRO NACHT problemlos so viel ausgeben wie wir in Neuseeland IM MONAT! Letztlich haben wir aber für vertretbare Preise Bungalows gebucht und freuen uns jetzt riesig drauf! Nach Whangamata ging es weiter nach Cooks Beach, wo wir eine Wanderung zur Cathedral Cove gemacht, wo es bei Ebbe einen riesigen Sandsteinfelsen zu sehen gibt. Leider hat es an dem Tag immer wieder geregnet, was die Wanderung (wie gewohnt in Flip Flops) recht rutschig machte. Danach sind wir mit kurzem Stopp in der wunderschönen Opito Bay und Otama Beach nach Coromandel Town und in den sehr dünn besiedelten Norden der Coromandel gefahren. Eine Fahrt mit unglaublichen Panoramen aber auch entsprechend schmalen und gewundenen Schotterstraßen. Danach ging es zurück in die Inselmitte nach Taupo, am gleichnamigen größten See des Landes gelegen, der so groß wie Singapur ist. Von dort haben wir einen Tagestrip zum Tongariro Nationalpark gemacht, wo es jede Menge aktive Vulkane gibt, der letze Ausbruch war 2006. Man kann eine Tageswanderung entlang einiger Krater und der blue und emerald Lakes machen. Zu dieser konnten wir uns nach dem Muskelkater vom Mount Taranaki nicht motivieren, da Biene es aber gern sehen wollte, hat sie allein einen Rundflug über die 3 größten Vulkane gemacht. Das war wirklich spektakulär! Aus Taupo führt eine Wanderung am Waikato River zu den Huka Falls. Dort und beim Schwimmen im Lake Taupo konnten wir gleich etwas ausprobieren: für die Unterwasseraufnahmen im Südpazifik haben wir uns eine Outdoorkamera gekauft. Die Fotos dazu reichen wir die Tage nach. Als letztes haben wir gestern einen Segeltörn auf dem See gemacht, um moderne, nur übers Wasser zu erreichende Maorifelsenschnitzereien zu sehen. Dabei hat sich unser Boot ganz schön in den Wind gelegt und wir sind nass geworden, aber es hat viel Spaß gemacht. Morgen geht es dann weiter, erst nach Hamilton und dann erkunden wir die Bay of Plenty und die Ostküste, wo wir 2010 noch gar nicht waren. Wir hoffen weiterhin auf gutes Wetter, bisher wird es nur nachts kälter und tagsüber trotzdem noch über 20 Grad. Und eine letzte kurze Anekdote nebenher: neulich Abend lagen wir im Bett und haben abwechselnd Gerichte aufgezählt, die wir hier nicht kochen können. Wir haben uns zwar mittlerweile auf die verfügbaren Lebensmittel eingestellt, aber manchmal überkommt uns die Sehnsucht nach deutschen Essen. Hier ein kurzer Auszug aus unserer Liste: richtiges Brot mit knackiger Kruste, Bratwurst, Rouladen mit Rotkohl und Klößen, Königsberger Klopse und Senfeier (Mama Margit, das musst du mir unbedingt nach unserer Rückkehr kochen!). So, jetzt haben wir Hunger!

3 Kommentare 26.3.14 07:38, kommentieren

Ausflug nach Mittelerde

Da sich unser Blog offenbar abnehmender Beliebtheit erfreut, werden wir uns dieses Mal etwas kürzer halten. Vor 2 Wochen sind wir auf die Nordinsel übergesetzt. Trotz ordentlich Wind war die Überfahrt ruhig und beim Auslaufen wurden wir von Delfinen begleitet. Eine Woche haben wir dann in Wellington verbracht, eine sehr hübsche, hügelige, windige Stadt mit vielen alten Gebäuden, viel Kunst, Kultur, einem schönen Hafen und mehr Stadtfeeling als wir in den vergangenen 3 Monaten erlebt haben. Und dennoch ist das Meer nie weiter als eine halbe Stunde Fahrt entfernt. Wellington ist nicht nur Neuseelands Hauptstadt sondern auch das Zentrum der hiesigen Filmindustrie. Hier wurden große Teile des Herrn der Ringe und des Hobbits gedreht. Wir haben uns die Weta Cave angeschaut. Dort wird so ziemlich alles Künstliche, was in den Filmen gebraucht wird, angefertigt, d.h. Waffen, Kostüme, Anzüge, Masken und Figuren. Wir haben eine Führung gemacht, bei der erklärt wird, wie alles hergestellt wird. Das war sehr interessant, alles sieht täuschend echt aus und ist eigentlich aus Kunststoff. Danach sind wir an der Küste nach Wanganui gefahren, auch eine hübsche Stadt mit vielen alten Gebäuden und dem Wanganui River. Anschließend ging es weiter in die Region um den Vulkan Mount Taranaki. Dessen Spitze kann man an einem Tag besteigen, da uns unsere Wanderung im Abel Tasman Nationalpark noch gut im Gedächtnis geblieben war, entschieden wir uns für die wesentlich kürzere Wanderung auf die Pouakai Range. Man klettert also 2,5h den Berg hoch auf 1500m. Der Wanderweg ist mit Holz ausgebaut und hat (unabhängige Zählungen zufolge 3.180 (!!!)) Stufen - in eine Richtung. Den Muskelkater am nächsten Tag könnt ihr euch vorstellen. Gestern sind wir dann nach Matamata weitergefahren, um Hobbiton zu besuchen. Und das war einfach fantastisch, mit so viel Liebe zum Detail gemacht. Wir haben unzählige Fotos gemacht, wie ihr sehen werdet. Morgen geht's weiter auf die Coromandel Halbinsel, wo wir hoffentlich noch viel Spätsommer erwischen!

1 Kommentar 8.3.14 09:38, kommentieren

Südinsel die Letzte

Nach Tagen voll Traurigkeit haben wir versucht, uns aufzuraffen und unsere bisherige Reise- und Unternehmungslust nicht abreißen zu lassen. Also haben wir in der Abel Tasman Region ein paar kleinere Wanderungen unternommen und uns nochmal ein Kayak geliehen, um uns den Split Apple Rock anzusehen. Seit 4 Wochen haben wir übrigens perfektes Sommerwetter und genießen es in vollen Zügen. Wir waren auch mal wieder in einer "größeren" Stadt und haben einen deutschen Metzger gefunden. Dort haben wir uns erstmal eingedeckt mit Wurstwaren - das war ein Vesper-Fest kann ich euch sagen. Nach dem Besuch von zahlreichen Stränden in der Region sind wir weitergezogen in Richtung Marlborough Sounds. Das ist eine Fjordlandschaft im Norden der Südinsel welche flächenmäßig relativ klein ist, dafür aber 1/5 der gesamten Küstenlinie des Landes ausmacht. Der Pelorus Sound z.B. hat eine Länge von 40km und stolze 380km Küstenlinie. Wer hier wohnt, hat auf jeden Fall ein Boot, um die wunderschönen Buchten anzusteuern oder einkaufen zu fahren. Hier haben wir ein tolles kleines Haus mit Garten und Werkstatt. Die Sandflies sind hier leider ziemlich aggressiv, kaum einen Tag werden wir nicht gebissen. Und die Bisse dieser miesen Dinger jucken mindestens eine Woche. Letzten Freitag haben wir die Post ausgetragen, auf sehr ungewöhnliche Art und Weise! Wir sind mit dem Postboot in den Perlorus Sound rausgefahren und haben die Post am Bootssteg oder unterwegs übergeben. Das Boot fährt drei mal die Woche drei verschiedene Routen, so erhält jeder Anwohner nur 1x in der Woche seine Post oder die bestellten Lebensmittel. Es war eine 9-Stunden-Tour durch den Pelorus Sound und wir haben an diesem perfekten Sommertag eine Strecke von ca. 140km zurückgelegt. Highlight: Als wir in eine Bucht fahren ruft der Skipper schonmal "Pumba....Pebbles" und auf einmal sehen wir zwei Schweine auf den Bootssteg zu rennen. Jeden Freitag gibt es also Leckerlis für die beiden und sie stehen nun sabbernd ca 2 Meter von uns entfernt und warten auf ihre Belohnung für den anstrengenden Sprint. Ein insgesamt tolles Erlebnis. Wir haben auch wieder eine Wanderung unternommen. Schön, dass man immer vorher über alle Umstände informiert wird...! Es ist eine Wanderung entlang eines Flussbetts hoch zu einer Felsenschlucht, der Sawcut Gorge, die man durchqueren kann. In der Beschreibung steht, man müsse dafür ein paar mal den Fluss durchqueren. Auf dem Rückweg zählen wir mit und sind also an dem Tag 42 mal durch den Fluß gewatet! Aber das Wetter hat gepasst und insgesamt war es die Sache wert. Und die Turnschuhe sind auch wieder porentief rein. Hier gibt es natürlich auch wahnsinnig tolle Buchten und Strände. Gestern waren wir mal wieder baden und haben einen Anwohner kennengelernt. Peter hat uns gegen halb zwei schonmal auf ein Gläschen Wein eingeladen. Wir haben abgelehnt! Wir sind hier in einer Weinregion und ich wollte gerne eine Weinverkostungstour machen, aber die starten gegen 10 Uhr morgens und das ist für mich irgendwie nicht machbar. Naja, wir plaudern ein wenig mit Pete und Biene fragt ihn ob er von dem Phänomen gehört hat, dass das Wasser hier nachts leuchtet (korrekt heißt das wohl Phosphoreszenz, vielleicht kann ja einer unserer Lehrervatis das im Kommentar ordentlich erklären. Es hat auf jeden Fall was damit zu tun, dass Plankton über den Tag aufgenommenes Licht bei Geräuschen und Bewegung im Wasser wieder abgibt.) Peter kennt dieses Phänomen natürlich und bietet uns tatsächlich sein Ruderboot an, um nachts rauszufahren und es zu sehen. Wir gehen also halb neun rüber, trinken erstmal ein Weinchen und reden über alles Mögliche. Seine Frau Mary ist auch dabei. Als es dunkel genug ist, starten wir zum Strand. Peter hat Rettungswesten und Stirnlampen für uns und wir rudern los. Nichts zu sehen. Wir staunen aber wieder mal über den tollen Sternenhimmel. Nach einer halben Stunde geben wir etwas enttäuscht auf. Auf dem Rückweg glitzert plötzlich das vom Ruder bewegte Wasser. Wahnsinn! Biene wirbelt ein wenig Wasser mit der Hand auf und es leuchtet neongrün. Leider kann keine unserer Kameras das einfangen. Aber wir genießen das Spektakel und wirbeln jede Menge Wasser auf. Ein wirklich unglaubliches Erlebnis. Nach der Rückkehr gibt es ein Absackerweinchen zu viel bei Pete und Mary und wir finden uns heute im Sauren wieder ;-) Am Sonntag sind wir dann fertig mit der Südinsel und setzen mit der Fähre nach Wellington über. Mal sehen was die Nordinsel für Überraschungen bereit hält. Nachtrag Als wir die Fotos vorbereitet haben, ist uns aufgefallen, dass wir was vergessen haben. Wir waren noch am Pelorus River. Der ist nicht nur sehr schön und toll zum schwimmen, er ist auch Drehort gewesen für die aus dem Hobbit - Smaugs Einöde bekannte Fässerszene. Nur falls sich jemand fragt, warum wir da so rumgepost haben 😉

21.2.14 06:17, kommentieren

Licht und Schatten

Nach unserem Zwischenstopp in Westport sind wir also nach Takaka gefahren, um den Nordwesten der Südinsel zu erkunden. Die Gegend ist die zweitsonnigste des ganzen Landes, also hatten wir hier zwei Wochen richtigen "Sommerurlaub" geplant. Die ersten beiden Tage haben wir vornehmlich am Strand und auf unserer Terrasse verbracht. Das vor allem auch, um uns für unseren Ausflug in den Abel-Tasman-Nationalpark zu schonen. Diesen durchlaufen viele Touristen (55km) in 3-5 Tagen. Darauf hatten wir natürlich keine Lust. Man kann aber Teilstrecken an einen Tag laufen. Einziges Problem: es gibt eine Stelle, an der man einen Meeresarm überqueren muss. Das geht nur in einem bestimmten Zeitfenster um den niedrigsten Wasserstand. Nach einiger Recherche und unter Berücksichtigung der Tide habe ich also eine Strecke herausgesucht, bei der wir uns mit dem Wassertaxi in der Bark Bay absetzen lassen und dann zu unserem Auto zurücklaufen. Der Reiseführer gab für diese Strecke 6h an, also moderat mit einigen ausgedehnten Pausen auf jeden Fall an einem Tag zu schaffen. Das fand auch Dani, auch wenn ich ihr dabei die Information vorenthalten habe, dass wir etwa 18, ja richtig gelesen achtzehn Kilometer laufen würden. Wir sind also früh los, um zum Startpunkt und der Wassertaxiablegestelle zu fahren. Vom Wassertaxi aus konnte man schon die unzähligen wunderschönen Buchten sehen. Und dann ging's los. Gleich zu Beginn ein ziemlich gemeiner Anstieg, laut Karte aber der höchste und steilste für den Tag. Wir mussten direkt ein paar Mal pausieren, um wieder zu Luft zu kommen. In der Broschüre stand, man bräuchte für die Wanderung ein geringes Fitnesslevel... Na da wissen wir ja gleich, wo wir uns einstufen können. Trotzdem haben wir die Wanderung zum 1. Zwischenstopp noch unter der angegebenen Zeit geschafft. Dort saßen wir einige Zeit in der Sonne und haben die tolle Bucht bestaunt. Dann sind wir um die Mittagszeit weiter, vor uns 3h bis zur nächsten Bucht. Auch die Strecke haben wir noch ganz gut gemeistert. Leider verschlechterte sich das Wetter und als wir am Awaroa Inlet ankamen, war nicht mehr viel mit in der Sonne auf Ebbe warten. Also haben wir an der dortigen Wandererunterkunft ausgeharrt, wie immer umringt von jede Menge Deutschen. Von dort konnten wir schon sehen, wo unser Weg auf der anderen Seite weitergehen sollte. Der zu dem Zeitpunkt noch reißende Strom zwischen uns und der anderen Seite ließ auf jeden Fall nicht an eine Überquerung denken. Ungefähr 2h vorm angegebenen Wasserniedrigststand fingen auf der anderen Seite einige Leute an, ins Wasser zu waten. Die haben ungelogen 1h gebraucht und waren bis zum Bauch nass. Und das Wasser hatte immer noch nur knapp 20Grad. Das haben wir eine ganze Zeit beobachtet. Ein paar Leute haben erzählt, dass die Flut an diesem Tag bedingt durch Neumond besonders hoch war...ganz toll. Eine halbe Stunde vor Ebbe haben wir uns dann losgemacht. Auch wir haben immer noch eine halbe Stunde gebraucht und ich war bis zum Oberschenkel (Dani also nur bis zu den Knien) nass. Und die Strömung war immer noch heftig. Da steht man also, mit Kamera, Smartphone usw. bepackt im Wasser und denkt: wenn ich jetzt mitgerissen werde, ist das alles futsch - Angst! Zum Glück ist nichts passiert. Da der ganze Boden matschig war, konnten wir weder feste Schuhe noch Flip Flops anziehen, die haben sich immer am Boden festgesaugt. Also mussten wir barfuß über den muschelübersähten Boden, das klang ungefähr so: au, au, uuuhhhh, autsch, au. Und danach standen uns aber nochmal 2h Wanderung bevor. Dani war begeistert. Vor allem hatte sie dort das erste Mal gesehen, wieviele km wir wirklich laufen, als ich leichtfertig sagte, wir haben immerhin 2/3 der Strecke geschafft. Das letzte Stück wär also echt hart, da halfen auch die schönen Buchten nicht viel. Vor allem mussten wir kurz vorm Ziel eine Umleitung laufen, weil es einen Erdrutsch gegeben hatte. Also ein doppelt so hoher Anstieg. Mit letzter Kraft haben wir uns zum Auto geschleppt, sind nach Hause gefahren und haben kurz vor 10 geschlafen. Ich war stolz auf uns. An das Tongariro Alpine Crossing auf der Nordinsel habe ich dennoch einen Haken gemacht, da sind neben 18km nämlich noch mehrere hundert Meter Höhenunterschied zu überbrücken. Für den nächsten Tag hatten wir dann einen weiteren Ausflug gebucht, zum Cape Farewell und zum Farewell Spit. Letztere ist eine riesige Sandbank am nördlichsten Ende der Südinsel, 30km lang und zwischen 8 und 24km breit, je nachdem, ob Ebbe oder Flut ist. Unser Tourguide sagt, bei Flut sieht es aus wie der Schnabel eines Kiwis und bei Ebbe wie der eines Pelikans. Zum Glück wird die Strecke dieser Tour vornehmlich in einem umgebauten alten Feuerwehrwagen durchgeführt, unsere geschundenen Füße also geschont. Wir sehen viele Zugvögel, die hier überwintern. Leider auch 2 tote Grindwale, die bei den letzten beiden Strandungen nicht mehr zu retten waren. Der Guide erklärt uns, dass das immer wieder passiert, wahrscheinlich flüchten die Grindwale vor Orkas ins seichte Wasser und stranden dann. Nach einem Zwischenstopp am Leuchtturm von Farewell Spit halten wir als letztes an einer Sanddüne, auf die wir klettern dürfen. Und das ist einfach unglaublich. In alle Richtungen sieht man die Sanddüne, wo vorher noch Wasser war. Das ganze getaucht in das Licht der langsam untergehenden Sonne... Wow. Ein toller Ausflug. Leider erreicht uns 2 Tage später aus Deutschland die Nachricht, vor der wir uns so gefürchtet haben. Bienes Opa ist gestorben. Sie ist unglaublich traurig. Natürlich muss man im stolzen Alter von 90 immer damit rechnen, dass es passiert... Weihnachten meinte er noch, er würde uns sogar besuchen kommen. An die geplanten Ausflüge oder Weiterreisen ist in erster Instanz nicht zu denken. Viel größer ist das Bedürfnis, jetzt bei der Familie zu sein. Opa selbst war aber in den letzten Jahrzehnten immer viel auf Reisen. Zwei Mal ist er um die halbe Welt gereist, einmal über Amerika bis nach Französisch-Polynesien und einmal von Sydney bis nach Genua. Nur Neuseeland hat er nie gesehen. Wir haben uns also entschieden, hier seine Reiselust weiterleben lassen und ihn in unseren Herzen mit uns tragen. Und wünschen ihm das Beste auf der Reise, auf der wir ihn nicht mehr begleiten können. Wir werden dich sehr vermissen.

1 Kommentar 9.2.14 06:35, kommentieren

Ankündigung

Wir haben eine wichtige Ansage zu machen! Wir waren im Zentrum der Actionsportarten in Queenstown. Bungee-Jumping, Fallschirmspringen, jetboot fahren, Rafting usw. haben wir ausgelassen um uns ganz auf die Goldsuche in der Region einlassen zu können. Wir haben uns also mit einer "Goldpan" ausgestattet und uns nach kurzer Instruktion ans Werk gemacht! Das Ergebnis: WIR KOMMEN ......wohl doch wieder nach Hause! ;-) Biene hat ja wenigstens eine Goldflocke gefunden-ich dagegen bin trotz Übereifer leer ausgegangen...! Wir bleiben an der Sache dran! Im Moment haben wir noch ein andere Einnahmequelle ausgemacht! Ihr wisst ja aus unseren Berichten, dass Neuseeland sehr streng bei der Immigration ist und dich genau befragt, ob du Ackerboden, Saatgut, Obst oder andere Lebensmittel dabei hast. Und wehe dem, der wirklich versucht dergleichen einzuschmuggeln. Nun haben wir soeben in den landesweiten Nachrichten gehört, dass 1!!! Fruchtfliege das Land unberechtigt "betreten" hat! Kein Witz, die Nation sorgt sich jetzt, dass weitere auftauchen könnten, wahrscheinlich sind sie aus Australien eingeschleppt worden (hier steckt hinter allem schlechten vorzugsweise ein Aussi)! Wir warten jetzt also auf Kopfgeld-Ausschreibungen für weitere Fliegen, dann gehen wir auf die Suche! Mal im Ernst, bisher war mir noch gar nicht aufgefallen, dass es keine gibt, aber das erklärt, warum sich unser Obst hier so lange hält! Logisch also, dass man versucht diesen Feind draußen zu halten! Von Queenstown waren wir sehr positiv überrascht. Im wunderschönsten Bergpanorama liegend, mit einem See mit abgefahrener Farbe vor der Tür. Wir haben also gedacht, vom Queenstown Hill sieht man das noch besser und der Reiseführer erklärte, dass es bis zur Spitze ein "leisurely walk" wäre. Glatt gelogen!!! Wir sind also geschlagene 3 Stunden unterwegs, es geht total steil hoch und unser Schuhwerk ist wie immer nicht auf solche Eskapaden ausgerichtet. Dafür war die Aussicht von der Spitze ein echtes Spektakel. Dann haben wir auch endlich einen echten, lebendigen Kiwi gesehen. Zwar nur im Birdpark aber immerhin! Schon putzig die kleinen mit dem runden Hintern aus haarähnlichen Federn. Bis zu 70 Jahre werden die alt! Dann waren wir noch in Arrowtown, einer Stadt, deren Hauptstraße noch aussieht wie zu Goldrush-Zeiten. Schon hier hat das Danielchen mit einem Messer das Flussbett nach Goldbrocken durchforstet. Auf dem Weg nach Twizel haben wir dann also gehalten, um uns eines der Goldminen-Zentren anzuschauen. Auch wenn die fette Beute ausblieb, hatten wir sehr viel Spaß. Von Twizel wir waren wieder auf verschiedenen Tracks, einmal Richtung Mount Cook, dem höchsten Berg in NZ und einmal zum Tasman Gletscher unterwegs. An dem Tag war es so stürmisch, dass wir auf den Hängebrücken reichlich durchgeschüttelt wurden, im Flussbett lagen diverse Mützen (diesmal aber keine von uns!) und eine Windböe hat uns sogar einmal vom Wandersteg heruntergepustet. Abends haben wir auf den Sternenhimmel gewartet, da wir in einer Dark-Sky-Area waren, wo man also besonders gut Sterne sieht und mit Glück sogar die Aurora Australis (das Polarlicht vom Südpol). Den Wahnsinns-Sternenhimmel haben wir gesehen, mit dem Polarlicht hatten wir leider kein Glück. Sieht man wohl nur bei Neumond. Die Seen Pukaki und Tekapo sind atemberaubend türkis durch den Kalk, der vom Gletscher mit in den See gespült wird. Da kann man sich einfach nicht sattsehen! Seit Queenstown haben wir recht gutes Wetter und so ist Biene sogar kurz im Lake Pukaki schwimmen gewesen. Dann sind wir über den Arthurs Pass auf die andere Seite der Berge an die Westküste nach Hokitika gefahren. Hier haben wir ein wundervolles Haus für uns allein und werden ein wenig vom stressigen Reisen entspannen ;-). Ich, Dani, habe mich zu einem "Carve your own Jade"-Workshop angemeldet, wo man sich eben seinen Kettenanhänger aus Jade selbst "schnitzt". Das war ein toller Tag, 9 Stunden habe ich an meinem "Meisterstück" gesägt, geschliffen, geschliffen, geschliffen und poliert! Dabei herausgekommen ist mein neuer "Kiwi" Anhänger. Ich bin ganz schön stolz! Steve der Kursleiter kommt von den Solomonen-Inseln und hat hier ne echt Marktlücke entdeckt, denn der Kurs war voll und er sagt, das sei mittlerweile jeden Tag so! Es sei ihm gegönnt! In Hokitika haben wir die Hokitika Gorge gesehen, wieder Wahnsinnswasser umrahmt von Felsen, den Strand mit ganz viel Treibholz. Hier gab es einen Wettbewerb, bei dem jeder aus den angespülten Materialien etwas bauen sollte. Beeindruckend, was da so bei rauskam. Ein Motorrad zum Beispiel. Zum Abschluss haben wir den Sonnenuntergang und eine Glühwümchenhöhle bestaunt. Letztere wurde uns aber reichlich madig gemacht...von jeder Menge Asiaten. Die sind ja ohnehin unser liebster Reisebegleiter und haben auch hier wieder alle Anweisungen strikt ignoriert...mit der Taschenlampe auf die Glühwürmchen leuchten, laut kichern, quatschen und Fotos mit Blitz machen. Ich meine eine Gruppe Glühwürmchen dabei gehört zu haben, dass sie über eine Umsiedlung nachdenken 😉 Jetzt sind wir für 2 Tage in Westport und dann 2 Wochen in der Gegend um den Abel Tasman Nationalpark. Das wird sicher ein echtes Highlight! Wir berichten! Und Fotos folgen ebenfalls bald!

2 Kommentare 28.1.14 05:25, kommentieren