Spätsommer

Hallo in den deutschen Frühling. Nach unserem Ausflug nach Hobbiton sind wir auf die Coromandel Halbinsel gefahren. Die Coromandel ist aus unserer Sicht einer der schönsten Teile des Landes mit seinen Hügeln, Buchten, und noch wichtiger, keinen Sandflies. Die erste Woche haben wir in Whangamata in einem sehr großen, hübschen Haus verbracht, nur wenige Minuten zu Fuß vom bisher wohl schönsten Badestrand entfernt. Das hat dazu geführt, dass wir 5 Tage faul in der Sonne lagen und entsprechend wenige Fotos gemacht haben. Einen Morgen haben wir uns aber zum Sonnenaufgang aufgerafft und wurden mit spektakulärem Morgenrot belohnt. Leider gab es gen Ende der Woche eine kurze Wetterbeeinträchtigung. Aus dem Südpazifik kam ein abgeschwächter Zyklon auf Neuseeland zu. Also haben wir das Haus sturmsicher gemacht, haben uns während der Regenschauer drin aufgehalten und 2 Nächte eher unruhig geschlafen. Das hatte aber auch noch einen weiteren Grund: wir mussten uns langsam mit weiteren Reisezielen befassen. Ganz oben auf der Liste stand da der Südpazifik. Wir haben reichlich lang für eine Entscheidung gebraucht und am Ende gebucht. Mitte Mai geht's für je 2 Wochen erst auf die Cook Inseln (Rarotonga und Aitutaki) und dann nach Französisch Polynesien (Moorea, Bora Bora und Tahiti). Man ist hier zwar recht nah dran, die Flüge sind aber ziemlich teuer, vor allem zwischen den Inseln. Und die Unterkünfte erst recht. In Französisch Polynesien kann man PRO NACHT problemlos so viel ausgeben wie wir in Neuseeland IM MONAT! Letztlich haben wir aber für vertretbare Preise Bungalows gebucht und freuen uns jetzt riesig drauf! Nach Whangamata ging es weiter nach Cooks Beach, wo wir eine Wanderung zur Cathedral Cove gemacht, wo es bei Ebbe einen riesigen Sandsteinfelsen zu sehen gibt. Leider hat es an dem Tag immer wieder geregnet, was die Wanderung (wie gewohnt in Flip Flops) recht rutschig machte. Danach sind wir mit kurzem Stopp in der wunderschönen Opito Bay und Otama Beach nach Coromandel Town und in den sehr dünn besiedelten Norden der Coromandel gefahren. Eine Fahrt mit unglaublichen Panoramen aber auch entsprechend schmalen und gewundenen Schotterstraßen. Danach ging es zurück in die Inselmitte nach Taupo, am gleichnamigen größten See des Landes gelegen, der so groß wie Singapur ist. Von dort haben wir einen Tagestrip zum Tongariro Nationalpark gemacht, wo es jede Menge aktive Vulkane gibt, der letze Ausbruch war 2006. Man kann eine Tageswanderung entlang einiger Krater und der blue und emerald Lakes machen. Zu dieser konnten wir uns nach dem Muskelkater vom Mount Taranaki nicht motivieren, da Biene es aber gern sehen wollte, hat sie allein einen Rundflug über die 3 größten Vulkane gemacht. Das war wirklich spektakulär! Aus Taupo führt eine Wanderung am Waikato River zu den Huka Falls. Dort und beim Schwimmen im Lake Taupo konnten wir gleich etwas ausprobieren: für die Unterwasseraufnahmen im Südpazifik haben wir uns eine Outdoorkamera gekauft. Die Fotos dazu reichen wir die Tage nach. Als letztes haben wir gestern einen Segeltörn auf dem See gemacht, um moderne, nur übers Wasser zu erreichende Maorifelsenschnitzereien zu sehen. Dabei hat sich unser Boot ganz schön in den Wind gelegt und wir sind nass geworden, aber es hat viel Spaß gemacht. Morgen geht es dann weiter, erst nach Hamilton und dann erkunden wir die Bay of Plenty und die Ostküste, wo wir 2010 noch gar nicht waren. Wir hoffen weiterhin auf gutes Wetter, bisher wird es nur nachts kälter und tagsüber trotzdem noch über 20 Grad. Und eine letzte kurze Anekdote nebenher: neulich Abend lagen wir im Bett und haben abwechselnd Gerichte aufgezählt, die wir hier nicht kochen können. Wir haben uns zwar mittlerweile auf die verfügbaren Lebensmittel eingestellt, aber manchmal überkommt uns die Sehnsucht nach deutschen Essen. Hier ein kurzer Auszug aus unserer Liste: richtiges Brot mit knackiger Kruste, Bratwurst, Rouladen mit Rotkohl und Klößen, Königsberger Klopse und Senfeier (Mama Margit, das musst du mir unbedingt nach unserer Rückkehr kochen!). So, jetzt haben wir Hunger!

26.3.14 07:38

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bisher 3 Kommentar(e)     TrackBack-URL


(26.3.14 20:19)
Das war klar, dass Brot an erster Stelle kommt...


(26.3.14 20:20)
Ach Sorry das war ich, die Isi


Kerstin und Gerd (1.4.14 10:07)
Hallo, ihr Lieben, komme erst heute zum Kommentar, dawir das ganze Wochenende in Nordhausen zum Familientreffen waren. Oma Hilde hatte ihren 84.
Bin wie immer begeistert von euern Berichten und Fotos. Besonders gelungen fine ich den Sonnenaufgang und den Felsen im Meer. Absolut spektakulär stelle ich mir Bines Flug über die Vulkane vor. Auch diese Fotos finde ich beeindruckend und nicht zuletzt finde ich, dass auch die Unterwasseraufnahme von guter Qualität ist. So jetzt muss ich erst einmal den Aprilscherz verkraften und bei nächster Gelegenheit willich auf der Karte mal eure Route verfolgen. Ganz liebe Grüße und weiterhin viel Spaß wünschen euch die Klettbacher,

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