Südseetraum - oder 50 shades of turquoise

Vier Wochen Paradies liegen nun hinter uns! Wir freuen uns, dass auch die Schnorchel-Ausrüstung mal richtig zum Einsatz gekommen ist! Das Auto steht sicher am Airport Hotel bei unserer Reisebekanntschaft Ian und er sieht immer mal danach. Zum Glück haben wir vor Abreise herausgefunden, dass man Lebensmittel mit auf die Cook Inseln nehmen darf. Und da es dort sehr teuer sein soll, kaufen wir nochmal die Basics in Neuseeland ein (Kaffee, Nudeln, Reis, Dosentomaten, Thunfisch, Salz, Pfeffer, Nutella usw.) Und das ist auch gut so, denn tatsächlich sind die Sachen doppelt bis dreimal so teuer. Am Airport von Auckland wollen wir uns für den Urlaub eine Flasche Rum gönnen-aber 30€ die Flasche sind uns zu teuer. Wir landen auf Rarotonga mitten in der Nacht und der Duty Free ist noch auf... 1 Liter von unserem guten Havana Rum für 12€!!! Welch eine glückliche Fügung nach 6 Monaten Abstinenz! Wir haben dafür aber direkt ein Meet and Greet in unserer Unterkunft mit einer großen Kakerlake (zum Glück hatten wir wohlweislich eine Dose RAID dabei). Am nächsten Morgen stellten wir begeistert fest, dass die wunderschöne Lagune nur 100 Meter von uns entfernt war. Die Hotels links und rechts kosten mal eben 600€ pro Nacht und wir konnten nicht sehen, mit welcher Berechtigung :-)! Wir waren quasi nur noch im Wasser, baden, schwimmen, schnorcheln und Kayak fahren. In der Lagune gibt es mehrere kleine Inseln, zu denen man rüberschwimmen oder laufen kann. Im flachen, superklaren Wasser gibt es Korallen mit tropischen Fischen. Wir waren begeistert. Es gibt einen Schnorchel-Spot, der sich Fruits of Rarotonga nennt, dort sind wir mit dem Kayak hin, ich (Dani) bin raus gesprungen und verletze mich direkt unterm Fuß an einer toten Koralle im Sand. Aber da es keine Haie in der Lagune gibt, hab ich es gelassen genommen und bin mit noch viel mehr tollen Fisch geschwommen. Und plötzlich fand ich mich mitten in einem riesigen Fischschwarm wieder. Beeindruckend. Die GoPro-Kamera macht ganz tolle Aufnahmen davon-gute Investition also. Die Inselerkundung ergibt neben der Lagune nicht so viel spannendes, zur Zeit gibt es nicht mal Obst dank eines Tropensturms vor kurzem. Aber wir haben den Inselbus als unser Hauptverkehrsmittel auserkoren. Biene hat mal wieder tolle Infos aus dem Reiseführer und wir kaufen die 10er Karte. Der Transfer zum Airport (15 min Fahrt) kostet sonst stolze 30 oder 40 Dollar. So haben wir gut Geld gespart. Wir haben dann noch die seltene 3-Dollar-Geldnote der Insel erstanden und sind weiter nach Aitutaki geflogen. Schon der Insel-Anflug war ein Spektakel (das Flugzeug hat 30 Sitzplätze), man sieht von oben die tolle Lagune. Dort erwartete uns Vaa unser Gastgeber und ein toller Ferienbungalow mit Blick auf die Lagune. Wir waren hin und weg, zwar konnten wir dort nicht wirklich schwimmen, da so viele Korallen im Wasser waren, aber so haben wir das Gebiet eben "erschnorchelt". Dann haben wir einen Lagunen-Cruise gebucht. Den Anbieter hatte Vaa empfohlen, aber als wir das Boot sahen, waren wir uns der Professionalität des Anbieters nicht so sicher - eine große Metallplatte mit 2 Außenwänden, 4 Stangen und eine Abdeckplane als Dach, dazu zwei Motoren und Plastikstühle, fertig ist das Superboot. Dafür war die Tour umso schöner und wir kamen aus dem Staunen nicht mehr raus. So viele Türkistöne und weiße Strände haben wir noch nie vorher gesehen. Wir waren schnorcheln vor Honeymoon-Island, wo es nochmal mehr tolle und auch richtig große Fische gibt und haben uns den Stempel von One-Foot-Island für unseren Reisepass abgeholt. Dazu gab es noch ein unfassbar leckeres Mittagsbuffet (bei Selbstversorgern immer hoch im Kurs). Einzige Probleme der Insel: Lebensmittel unbezahlbar und die Moskitos sind unerträglich. Vaa hat auch einen Motorroller für uns und wir erkunden die Insel... leider kommt es dabei zu einem kleinen Sturz, auch noch auf Schotter und wir gehen mit verletzten Knien und reichlich geknickt nach Hause. Durch das Baden und Schnorcheln heilen die Wunden schlecht, das braucht man eigentlich nicht im Badeurlaub. Dann geht es weiter nach Französisch Polynesien, zuerst mal Tahiti...schonmal sehr angenehm ist, dass die Immigration für EU-Bürger quasi wegfällt. Nach einer Nacht in Tahiti fahren wir mit der Fähre nach Moorea (17 km vor Tahiti). Das Wetter passt mit um die 28-31 Grad. Die Insel ist unglaublich schön, die Lagune umringt die ganze Insel und in der Inselmitte gibt es jede Menge sich steil erhebende Berge. Wir hatten wieder einen tollen Bungalow mit Blick auf die Lagune. Kanus und Fahrräder standen kostenlos zur Verfügung und wir waren die einzigen Gäste. Mit den Fahrrädern fuhren wir zum nächsten Strand und Schnorchelspot, wo wir Stachelrochen gesehen haben und Dani sogar einen Schwarzspitzenriffhai etwas entfernt erspähte. Keine Sorge, die sind ungefährlich. Wir haben dort eine Inseltour gemacht, die war wirklich toll. Aussichtsplattformen mit Blick auf die Lagune und Tahiti, Vanille-Plantage, Ananasfarm und einfach die gesamte Insel waren so schön anzusehen! Hier sind hauptsächlich Urlauber aus den USA (Direktflug aus LA dauert nur 8 Stunden). Die Preise für Lebensmittel waren überraschend gut, zum Teil günstiger als in Neuseeland, und es gibt viele europäische Produkte, die wir lange entbehren mussten. So freuten wir uns über Baguette, Croissants und Frischkäse wie kleine Kinder. Bleibt noch Bora Bora, wo wir im Anschluss hingeflogen sind. Wieder ein Traum- schon vom Flieger aus. Am Flughafen trennt sich aber schon die Spreu vom Weizen, da der Flughafen auf einer Insel in der Lagune liegt und man nur mit dem Boot weiter kommt. Die Gäste der Luxusresorts werden direkt mit eigenen Booten abgeholt...wir haben dann also auf die Fähre für den Pöbel gewartet! Unsere Ferienwohnung liegt auf der Hauptinsel, ist riesig mit ebenso so großer, überdachter Terrasse mit Meerblick. Die Wasserfarben und wie klar das Wasser ist...faszinierend. Der einzige Strand der Hauptinsel ist leider 5 km entfernt, Roller kommt nicht mehr in Frage und so haben wir die Räder aus der Unterkunft genommen und sind da immer hingeradelt. Dafür ist der Strand einfach unglaublich. Insgesamt haben wir zwei Ausflüge gemacht, alles wieder Wasseraktivitäten ohne Ende. Der Erste war ein Lagunencruise mit Stachelrochen-Fütterung, Haifisch-Fütterung und anschließender Touri-Fütterung ;-)! Dabei haben wir nicht nur die Schwarzspitzenriffhaie sondern auch 3m große Zitronenhaie gesehen. Dani taucht immer wieder mit ihrer Kamera ab, um die besten Fotos zu kriegen. Unser Guide fühlt sich dazu berufen, ihr das Tierchen noch näher zu bringen und schiebt sie auf dem Weg nach unten mit den Flossen an. Und so kommt Dani dazu, den Hai sogar zu berühren. Wahnsinn. Die Tiere sind ungefährlich und offenbar sehr an Menschen gewöhnt, einer der Guides stellt sich auf den Hai und "surft" auf ihm. Als wir abends die Bilder anschauen, sind wir über unsere eigene Furchtlosigkeit überrascht. Aber während der Tour war es so spannend und aufregend, dass wir keine Angst hatten. Einziger Minuspunkt der Tour: die anderen Teilnehmer sind allesamt der durchschnittliche Bora Bora-Tourist: dickes Portemonnaie (die Preise für den Bungalow überm Wasser beginnen bei 500€ pro Nacht) ein bisschen Möchtegern und jeder beäugt, in welchem superteuren Resort die anderen untergekommen sind. Die Gäste werden in aufsteigender Reihenfolge der Hotelpreise abgeholt und so sieht keiner, dass wir am Bootssteg hinter der Tankstelle abgeholt werden und noch 300m zu unserer Unterkunft laufen müssen :-) Dafür erfahren wir von einem der Guides, dass die Resortgäste für die gleiche Tour fast das Doppelte zahlen! Unfassbar. Wir sind glücklich mit unserem "günstigen" Bora Bora-Erlebnis. Dann haben wir erfahren, dass man hier auch mit Manta-Rochen schnorcheln kann. Natürlich braucht man hierfür wieder Glück, denn eine Sichtungsgarantie gibt es nicht. Wir buchen also die Tour (Glückskind Sabine ist für den Sichtungserfolg dabei), haben Glück und sehen 5 Tiere in Reih und Glied unter uns, der größte misst ca. 4 Meter Spannweite. Beeindruckend! Außerdem gab es gepunktete Adler-Rochen zu sehen und tolle Korallen. Die letzten drei Tage haben wir in Tahiti verbracht. Die Gastgeber unserer Ferienwohnung sind total nett und wir haben uns direkt am 2. Abend zum Abendessen verabredet. Wir waren bei den Food Trucks am Hafen (jede Menge Fressbuden aneinander im Freien). Dort haben wir unter anderem die lokale Köstlichkeit Poisson Cru probiert (roher Thunfisch in Kokosnussmilch und Limettensaft). Unsere Rück- und Einreise nach Neuseeland war dieses Mal unkompliziert. Hier erwarten uns immerhin noch 16 Grad und ab jetzt haben wir noch 4 Wochen in Neuseeland...

18.6.14 10:25

Werbung


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Kerstin und Gerd (20.6.14 14:13)
hallo ihr Lieben, da fällt mir erst einmal nichts mehr ein, so fasziniert bin ich von euern Fotos und Berichten. Dabei habe ich gedacht mir geht es schon gut, weil ich nicht mehr arbeiten muss. Das ist ja wirklich wie im Film oder Reiseprospekt was ihr uns da zeigt. Schön braun seid ihr auch und das am weißen Strand mit superklarem Wasser... Wahnsinn.
Genießt weiterhin eure Zeit und nutzt sie so sinnvoll wie bisher. Bei uns herrscht im Moment eine leicht turbulente Zeit. Vorige Woche hatten wir 2 Polterabende und 2 Hochzeiten. Ninas Schwager Florian und Tommy. Am 28. haben wir dann wieder das Haus voll, weil die Berliner kommen und wir alle zu Tommys und Lydias kirchlicher Trauung nach Treffurt fahren. Sonst soweit alles ganz gut, ich schaue viel Fußball und nun sind es auch für Kerstin nur noch 4 Wochen bis zu den Ferien.
Ganz liebe Grüße
Kerstin und Gerd

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen