Abschied von Neuseeland

Nach unseren tollen Begegnungen mit der Unterwasserwelt im Südpazifik haben wir überlegt, ob wir in der verbleibenden Zeit in der Bay of Islands in Neuseeland noch unseren Open Water Tauchschein machen. Dafür mussten wir zuerst klären, ob Dani mit ihrer Asthmavergangenheit tauchtauglich ist. Zum Glück gibt der lässig in Wollpulli und Jeans gekleidete Arzt grünes Licht und so treffen wir uns mit Dave von Dive North, um alles zum Tauchkurs zu besprechen. Dave meint, das Wasser wäre noch recht warm (18 Grad) und wenn wir den Kurs dort machen, würden wir unter den härtesten Bedingungen tauchen lernen (schwere vollständige Ausrüstung mit 1-2 Schichten Neopren, kaltes Wasser usw). Wir verhandeln, dass wir zusätzlich zum Open Water-Schein noch einen Schiffswrack "betauchen" und erhalten unsere Tauchlektüre. Die folgenden 7 Tagen verbringen wir mit der Theorie, lernen alles über die Ausrüstung, Notsituationen, Dekompressionskrankheiten und Handzeichen unter Wasser; und damit wir den Guide verstehen, wenn er uns was erklärt, lernen wir alles auf englisch! Zuerst wird man erschlagen von all den Dingen, die passieren können und worauf man alles achten muss. Das macht wenig Lust auf die praktischen Übungen... Die Lernphasen werden natürlich beeinflusst von 4:00 Uhr morgens aufstehen, um unsere Nationalelf auf dem Platz zu sehen und anzufeuern! Nach der bestandenen theoretischen Prüfung geht es zum ersten Tauchgang...das Wetter ist gruselig. Es regnet, recht hohe Wellen, Strömung unter Wasser und die Sicht unter Wasser sehr schlecht. 4 Stunden verbringen wir insgesamt in 3 Tauchgängen im 16 Grad kalten Wasser mit allerlei Übungen in 5 Meter Tiefe. Dan, unser Lehrer, ist total nett und gibt alles! Wir beide müssen einen schweren Bleigürtel tragen um überhaupt unter Wasser zu sinken, so schleppt jeder von uns gesamt ca. 25 Kilo Ausrüstung rum. Beim ersten Tauchgang müssen wir all die "Gefahrensituationen" proben, die wir in der Theorie gelernt haben, zum Beispiel die Maske unter Wasser abnehmen, wieder aufsetzen und durch die Nase ausatmen, um wieder Luft hineinzubekommen. Ganz wertvolle Erfahrung! Auch den Regulator, durch den man atmet, muss man bewusst verlieren und am Körper wiederfinden. Und dabei bloß nie die Luft anhalten! Nach all den anstrengenden Situationen sind wir entsprechend fertig und haben erstmal so richtig die Nase voll. So hatten wir uns das nicht vorgestellt. Der zweite Tauchtag, an dem wir wieder 3 Tauchgänge planen, wird deutlich besser. Die Sonne scheint, Delfine begleiten unser Boot einen Teil der Strecke. Die Sicht unter Wasser ist super und wir absolvieren unsere beiden Pflicht Open Water Dives ohne Probleme. Der schwierigere Teil ist der Wrack-Tauchgang. Da es sich um eine Wassertiefe von 25-35 Meter handelt, müssen wir wieder einen theoretischen Teil absolvieren. Ab 30 Meter Tauchtiefe muss man beim Auftauchen einen Sicherheitsstopp einhalten, um nicht zu viel Nitrogen im Körper zu behalten. Aus unserer Sicht schwierig, da wir immernoch Probleme haben im Wasser zu "schweben". Entweder sinken wir oder wir steigen auf, dazwischen gibts nicht viel...! Unser Tauchlehrer spricht uns Mut zu und wir sinken am Seil auf 28 Meter und betauchen die HMSNZ Canterbury, die vor 7 Jahren hier für Taucher versenkt wurde. Ist natürlich auch ein bisschen gruselig das Ganze. In der Tiefe ist es nicht mehr so hell und das Schiff schon ordentlich bewachsen. Aber letztendlich schaffen wir alles und sind stolz auf uns! Wieder eine tolle Erfahrung, die uns in Fiji und Hawaii hoffentlich noch nützlich sein wird. Ab jetzt haben wir noch 2 Wochen in Neuseeland. Einen Tag machen wir eine Tour zum Cape Reinga, dem nördlichen Ende der Nordinsel und den Sanddünen, auf denen man Sandboarden kann. Man klettert 10min auf die Düne, um dann mit einem Boogie Board ca. 20 Sekunden die Düne runterzubrettern. Eine Mordsgaudi, leider verliert man auch gern mal die Kontrolle und rollt durch den Sand. Videomaterial hierzu findet ihr im Fotolink Die übrige Zeit verbringen wir hauptsächlich in Auckland, um das Auto noch zu verkaufen. Davor gruselt es uns ziemlich, da es dabei natürlich um recht viel Geld geht. Mit der ganzen Geschichte belästigen wir euch jetzt nicht im Detail, aber wie immer wird versucht, die Touristen, die das Land bald verlassen müssen, so richtig abzuziehen und den Preis zu drücken. Wir freuen uns aber vermelden zu dürfen, dass wir das Auto auf dem Automarkt an Tag 1 in Auckland erfolgreich und zu einem annehmbaren Preis verkauft haben. Wir entspannen uns also wieder und genießen noch 10 Tage in der größten Stadt Neuseelands, die auf 7 Vulkanhügeln liegt und in der das Meer trotzdem immer in der Nähe ist. Inzwischen haben wir in über 50 Unterkünften gewohnt und weitere 25 Folgen noch. Wir freuen uns auf neue Abenteuer. Am Mittwoch gehts nach Melbourne... Bye Bye Neuseeland! Es war wunderschön mit dir! Dinge, die wir vermissen werden: - das Meer immer in der Nähe (max. Entfernung 120 km) - so viel Sonne, 16 Grad und Sonnenschein im tiefsten Winter - die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft der Kiwis (man bedankt sich hier z.B. beim Busfahrer für die Fahrt) - die Natur - den "Real-Kahuna-Burger" von KFC, den wir jetzt immer selbst am BBQ zubereiten Und das nächste Mal, wenn wir schreiben, sind wir schon Fußball Weltmeister! Daumen drücken!!!

13.7.14 12:41

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