Maul und Big Island Hawaii

Dann geht es weiter auf Insel Nummer drei, Maui. Kurzfristig haben wir doch noch einen Mietwagen gebucht, da uns die Erfahrung aus Oahu noch gegenwärtig ist und bei den Temperaturen auch kurze Fußwege zum Supermarkt sehr anstrengend werden können. Wir buchen die kleinste Fahrzeugkategorie und erhalten bei Ankunft ein kostenloses Upgrade, da sie tatsächlich nur einen Wagen in unserer Kategorie haben und der ist schon weg! Uns wird ein schnittiges Cabrio angeboten und während Biene ob unseres Gepäcks zweifelt, strahlt Dani in Erinnerung an ihren Peugeot bis über beide Ohren! Das Cabrio heißt dann für uns, die Koffer jeweils bei geöffnetem Dach auf den Rücksitz zu laden und entladen...! Offen fahren kann man leider nur morgens uns abends. Die Sonne ist sonst unerbittlich. Maui gefällt uns nicht so sehr. Die Strände sind weniger paradiesisch und ziemlich gefährlich. Zum einen wegen der starken Strömung und zum anderen gab es hier in der Vergangenheit die meisten Haiangriffe! Wir sind also sehr verhalten im Bezug auf Badespaß. Unser schmuckes Gefährt führen wir direkt aus, einmal um uns das sehr hübsche Städtchen Lahaina anzusehen und dann um die Road to Hana zu fahren. 50 Meilen, unendlich viele einspurige Brücken und Kurven. So recht beeindruckt und das ganze nicht, viele Aussichtspunkte sind viel zu zugewachsen um etwas zu sehen. Gut gefallen uns ein paar kleiner Buchten und der "painted Eukalyptus", sonst finden wir die Strecke anstrengend und viel zu voll. Ein paar Tage später gönnen wir uns einen Ausflug, Schnorcheln im Molokini-Krater. Der ist liegt schon fast unter Wasser, die Korallen und Fische werden aber so geschützt, dass es Massen davon gibt. Zudem ist das Wasser glasklar und ruhig. Besonders beeindruckend: nachdem wir im flachen Kraterinneren geschnorchelt sind, schwimmen wir über die Kante zur Außenseite. Plötzlich geht es unter einem also sehr steil in die Tiefe und trotzdem sind überall hunderte Fische. Auf dem Rückweg vom Krater halten wir noch an einem versunkene Kleinboot und an der Schildkrötenreinigungsstation. Hier kommen die Schildkröten hin, um ihren Panzer von einer Reihe Fische putzen zu lassen. Total lustig. Dann bleibt noch der Vulkanausflug. Am besten soll der Sonnenaufgang dort sein, aber die Aussicht auf Aufstehen um 2:00 Uhr morgens gefällt uns nicht so gut. Wir versuchen, den Tag und die Sonne auszutricksen und fahren stattdessen nachmittags hoch (3500m), um den Sonnenuntergang und Abends Sterne zu sehen...Aber so einfach kommen wir nicht davon! Der Vulkan steckt in einer fetten Wolkenschicht. Wir wandern, wie von unserer Freundin Estelle empfohlen, ein Stück des Sliding Sands Trails in den Krater. Vor lauter Nebel und Wolken können wir kaum 20 Meter gucken, nach 2,5 Kilometern brechen wir ab und wandern im Sprühregen zurück...ein Fest! Wir beschließen, es doch nochmal morgens zu versuchen. Zwei Tage später stehen wir 4:00 Uhr morgens am Krater und sehen die Milchstraße und Millionen von Sternen am wolkenlosen Himmel. Wahnsinn! Um 5 Uhr fängt es dann ganz langsam an hell zu werden. Wir haben alles an, was wir noch an dickeren Klamotten besitzen, aber bei nur 3-5 Grad ist uns echt kalt! 6:03 Uhr dann Sonnenaufgang und eine spektakuläre Sicht auf den Vulkan und in den Krater. Etwas von uns entfernt beginnt jemand zu singen, als die Sonne aufgeht, eine tolle Stimmung. Gegen 7 Uhr starten wir dann nochmal die Wanderung und sind erstaunt, was es zu sehen gibt, wenn kein Nebel da ist. Es hat sich also gelohnt, so früh aufzustehen. Man bietet auch Touren an, bei denen man zum Sonnenaufgang hochgefahren wird und dann mit dem Fahrrad wieder runterfährt...wir fahren dann doch lieber im Cabrio. Am nächsten Tag geht's dann auf die 4. Insel - Hawaii oder von den meisten Big Island genannt. Hier dreht sich vieles um Vulkane, weil die hier noch sehr aktiv sind und ein Krater seit 1983 ununterbrochen Lava ausspuckt. Unsere 1. Unterkunft ist im Südosten der Insel, eine sehr alternative Gegend mit Stränden, an denen wir Menschen nackt beim Yoga beobachten dürfen... oder müssen. Wir genießen eine wunderschöne Unterkunft - ein Häuschen mit einem halb offenen, nur mit Fliegengittern versehenen Bereich mit einen Day Bed, auf dem man den Blick auf den tropischen Garten und das Meer in einer leichten Brise genießen kann. Großartig. Wir sehen an vielen Stellen, dass der Sturm vor 2 Wochen doch einigen Schaden angerichtet hat, es werden noch Leitungen wiederhergestellt, Häuser repariert und viele Bäume sind umgeknickt. Hier machen wir einen Ausflug zu einen erkalteten Lavastrom; die Mondlandschaft ist sehr beeindruckend und unwirklich. Wir lernen Gary kennen, dessen Haus vor 4 Jahren von der Lava zerstört wurde und er erzählt uns, dass die Grundstücke seit einem Jahr wieder verkauft wurden. Neben ihm haben rund 30 Menschen ihre Häuser hier errichtet, was wir nur schlecht nachvollziehen können. Die Grundstücke sind natürlich billig, aber so richtig wohnlich ist es nicht&man bekommt keine Versicherung fürs Haus. Gary hat seins so gebaut, dass er es im Notfall als Ganzes an einen anderen Ort bringen könnte. Leider ist es zur Zeit nur schwer möglich, live Lava zu sehen. Seit 1 Jahr fließt sie nicht mehr ins Meer und so blieben 15h Wanderung durch knietiefen Schlamm oder Helikopterrundflug. Beides kommt nicht in Frage für uns, also machen wir das beim nächsten Mal in Hawaii. Einen Tag gehen wir mal wieder Schnorcheln, dieses Mal in Lavafelsformationen, die bei Flut tief genug sind und viele Fische enthalten. Wie immer sind wir schwer beeindruckt. Dann ziehen wir um in die Nähe des Volcano Nationalparks und erkunden diesen an mehreren Tagen. Für die letzten Tage ziehen wir nach Kailua-Kona an der Westküste der Insel. Hier verabschieden wir uns gebührend vom Inselleben mit traumhaften Stränden und einem absoluten Highlight am letzten Abend: Nachtschnorcheln mit Mantarochen. An einem Surfbrett wurden riesige Lampen befestigt. Das Licht lockt den Plankton an, das Futter der Mantas und die kommen dann hinterher. Wir haben reichlich Respekt, zum einen weil die Mantas wohl sehr nah kommen und dunkles Wasser erst mal angsteinflößend ist. Wir sind auf unserem Boot nur zu viert, in der Bucht ankern aber bestimmt 10 Boote. Wir springen ins Wasser und werden von Keira mit unserem Floater zur Action gezogen. Und die Action kann man kaum in Worte fassen. Die Mantas kommen auf wenige cm an uns heran und machen beim ins Licht schwimmen einen Überschlag, sodass man einmal ganz tief in das riesige Maul schauen und die helle Unterseite der Tiere sehen kann. Die großen Rochen sind knappe 5m groß. Es ist überhaupt nicht gruselig, weil man mit dem Licht bis zum Boden sehen kann und die anderen Gruppen sowie die Taucher am Boden alles erhellen. Ein unbeschreibliches Erlebnis zum Abschluss unserer Hawaii-Zeit. Und nun bricht er tatsächlich an... unser letzter Monat. Wir können nicht glauben, wie schnell die Zeit vergangen ist!

20.9.14 18:43

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